An der Staumauer der Okertalsperre

Die Okertalsperre ist weit über die Grenzen des Harzes bekannt. Kein Wunder, denn sie gehört zu den größten Talsperren des Harzes und bietet dem Harzurlauber schon seit vielen Jahrzehnten einen Freizeitwert. Baden, Wandern, Rad fahren, Segeln und Angeln: All das kann man an der Okertalsperre machen. Außerdem ist es auf der Okertalsperre möglich, eine Ausflugsfahrt mit dem Schiff zu unternehmen und die schöne Oberharzer Landschaft mit ihren nadelwaldgeprägten Bergen zu genießen. Da wir kürzlich perfektes Frühlingswetter im Harz hatten, entschloss ich mich, kurzfristig die Staumauer der Okertalsperre zu besuchen und zu schauen, ob es sich für Euch ebenfalls lohnen könnte. Gleich vorab: Von mir gibt es eine klare Ausflugsempfehlung für die Staumauer der Okertalsperre, denn ich war mehr als begeistert. Warum das so ist, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Südlich von Oker, nördlich von Schulenberg: Die Staumauer der Okertalsperre

Bild der Okertalsperre im Harz bei gutem Wetter von der Staumauer aus gesehen.
Von der Staumauer aus hat man einen herrlichen Blick auf die Okertalsperre. Mit etwas Glück sieht man die MS Aqua Marin, die auf den Anlager an der Staumauer zusteuert.

Die Staumauer der Okertalsperre erreicht man entweder aus Richtung Romkerhall vom Goslarer Stadtteil Oker aus, nachdem mehrere Kilometer durch das Okertal gefahren hinter einem liegen, oder von Richtung Schulenberg bzw. Altenau, wenn man sich bereits im Oberharz befindet. Gegenüber der Staumauer mit Lokal, die als einzige in Deutschland als Bogengewichtsmauer errichtet wurde, findet sich ein etwas größerer Parkplatz, der jedoch in der Ferienzeit durchaus gut belegt sein kann. Ebenso gibt es ein paar Parkplätze direkt vor der Gaststätte. Auf der Staumauer selbst darf man natürlich nicht parken – aber das ist auch gut so, denn in der Regel kann man ungestört auf diesem spazieren und sich das Bauwerk samt umgebender Natur und Ausblick anschauen. Von der Staumauer der Okertalsperre hat man sowohl wasserseitig eine schöne Aussicht Richtung jener Brücke, über welche die 498 nach Altenau führt. Zudem kann man in vielen Fällen die MS Aqua Marin, die die Okertalsperre regelmäßig befährt und auch eine Anlegestelle an der Staumauer hat, auf dem Wasser sehen. Wälder, Wasser, Felsen und Ruhe pur – so sollte ein Harzurlaub sein!

Warum sich ein Besuch des Staudamms der Okertalsperre lohnt


Neben einer tollen Aussicht sowohl Richtung Talsperre als auch in das unterhalb gelegene Okertal, ist das Bauwerk an sich schon sehr beeindruckend, schließlich ist die Staumauer 70 m hoch. Man kann auch ruhig über die Brüstung schauen. Sicherheitsnetze sorgen für ein zusätzliches Sicherheitsgefühl. Tafeln der Harzwasserwerke informieren über die Funktion der Oktertalsperre im Rahmen des Hochwasserschutzes und über die Stromerzeugung durch das Wasserkraftwerk. Besonders ansprechend ist eine Art „Grundstein“, der die wichtigsten Daten der Okertalsperre samt Staumauer zusammenfasst. Dieser befindet sich am OkerSeeSchiffahrt-Anleger „Hauptsperrmauer“ und ist durch eine Überdachung vor Witterungseinflüssen geschützt.

Die wichtigsten Daten zur Okertalsperre:

  • Bauzeit: 1938 – 1942 und 1949 – 1956
  • Fläche: 230 ha (2,3 km2)
  • Stauinhalt: 47 Mio. m3
Mehr Informationen zur Okertalsperre
Anlegestelle der MS Aqua Marin an der Hauptsperrmauer der Okertalsperre im Norden Richtung Okertal bei Romkerhalle.
Hier geht es zum Anleger der MS Aqua Marin. Dort findet man auch Informationen rund um die technischen Daten der Okertalsperre. Aber wie ist das nicht gerade kleine Motorschiff eigentlich in den Oberharz gekommen?

Bei schlechtem Wetter im Urlaub würde ich jedoch andere Aktivitäten als einen Besuch an der Staumauer empfehlen, beispielsweise einen Besuch der Kaiserpfalz in Goslar oder die Einfahrt in ein Oberharzer Bergwerk (siehe Bergbau im Harz) – denn am Staudamm gibt es dann nicht viel zu sehen und zudem könnte es dort etwas ungemütlich werden, viel Wind vor der Linse inklusive!

Weiteres zur Okertalsperre

Neben der Staumauer gibt es noch andere interessante Stellen an der Okertalsperre. Hier ist beispielsweise der Parkplatz in Schulenberg zu nennen, von dem aus man die Okertalsperre überblickt. Bei gutem Wetter und entsprechenden Sichtverhältnissen kann man gar den Funkturm von Torfhaus sehen.
Wie das Schiff eigentlich zur Okertalsperre in den Harz gekommen ist, ist eine recht interessante technische Frage, die ich in Zukunft noch im Rahmen eines weiteren Blogbeitrags klären möchte. Ich werde die Betreiber der MS Aqua Marin bei Gelegenheit fragen und Euch dann die hier Antwort darauf präsentieren.

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About Author

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Lisa
<p>Harz- und naturbegeistert, Faible für Fotografie im Allgemeinen und Vintage-Linsen im Speziellen. Hunde ♥ Bäume ♥ Wälder ♥ Wiesen ♥ Teiche ♥ Natur</p>

Comments

Bernd Meier
2. August 2017
Zitat: " 35 Meter lang ist die „MS AquaMarin“ lang, sechs Meter hoch und bietet Platz für 350 Passagiere. Seit 2001 kreuzt sie auf dem Okerstausee. Aber wie kommt so ein Schiff in den Harz? Die Antwort: per Laster. Und in zwei Teilen. Ursprünglich hieß die „AquaMarin“ mal etwas bodenständiger „Sauerland“. 1968 ist sie vom Stapel gelaufen und verkehrte auf dem Biggesee in Nordrhein-Westfalen. Zum Transport wurde das Schiff in zwei Teile geschnitten, auf Tieflader verladen und in den Harz gebracht. Fünf Tage dauerte die Reise für die gut 360 Kilometer zwischen Biggesee und Okertalsperre. Und in noch mal sechs Wochen wurde aus den zwei Teilen wieder ein ganzes seetüchtiges Schiff – samt neuem Motor. Und neuem Namen: Getauft wurde sie nach dem Glückstein der Seefahrer, Forscher und Reisenden." Quelle: http://kiz-online.de/content/wie-ein-blaues-ypsilon
2. August 2017
Hallo Bernd, vielen Dank für die Informationen - super!

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