Die Berge im Harz: Viel Freizeitwert und interessante Geschichten!

Berge im Harz wie der Brocken, hier von Torfhaus aus gesehen, bieten viele Freizeitmöglichkeiten. Wandern, Ski fahren, Mountainbiken und mehr.
Der Könisgberg des Harzes von Torfhaus aus gesehen: Der Brocken. Neben den Brocken, den man als höchsten Berg des Harzes gesehen haben muss, gibt es zahlreiche Harzer Berge mit hohem Freizeitwert.

Der Harz ist unter den Mittelgebirgen Deutschlands – man kann es schon so sagen – ein Sonderfall. Neben der Tatsache, dass seine höchste Erhebung, der Brocken, in einem Umkreis von 224 km von keinem anderen Berg überragt wird, ist es vor allem die Teilung des Harzes im 20. Jahrhundert, die diesen besonders macht. Die ehemalige innerdeutsche Grenze verlief quer durch den Harz in einer Nord-Süd-Achse. Während der deutschen Teilung entwickelte sich der Harz ganz unterschiedlich, was heute teilweise noch nachvollzogen werden kann. Der Brocken (1.141 m) stand dabei wie kein anderer Berg für den Ost-West-Konflikt. Vereinfacht gesagt, saßen sich beide Seiten auf den jeweils höchsten Bergen des Harzes gegenüber und hörten den anderen ab. Im Osten waren es die Sowjets und die Stasi, die Abhöranlagen betrieben, auf dem Wurmberg und auf dem Stöberhai die US-Amerikaner. Auch die Briten und Franzosen hatten ihre Hochposten auf Harzer Bergen. Hier sind die Schalke sowie der Bocksberg als Standorte im Oberharz zu nennen.
Ganz unabhängig von der Geschichte des Harzes bieten die dortigen Berge viele Freizeitmöglichkeiten, von denen ihr während Eures Harzurlaubes klar profitieren könnt. Dank der geologischen Vielfalt des Harzes, sind dessen Berge auch unterschiedlich ausgeprägt, was Abwechslung garantiert.
Viele Berge im Harz sind touristisch sehr gut erschlossen und halten sowohl für den Sommer- als auch für den Winterurlaub allerlei bereit. Auch bei hohem Andrang zur Hauptsaison bleibt es im Harz, verglichen mit anderen Urlaubsregionen Deutschlands, meist angenehm entspannt.

Bekannte Berge im Harz – der kleine Bruder des Brockens lässt grüßen!

Die Aussicht von den hohen Bergen im Harz ist beeindruckend. Oftmals ist im Harz nicht einmal ein Aussichtsturm für ein tolles Panorama erforderlich.
Die Berge des Hochharzes bieten oft einen fantastischen Blick. Auf dem Brocken hängen die Wolken recht tief, wie man auf diesem Bild sehen kann. An nicht wenigen Tagen im Jahr kann man beobachten, wie Wolken sprichwörtlich am Brocken „hängen“ und von diesem nicht „losgelassen“ werden.

Im Harz sind insbesondere jene Berge bei Urlaubern sehr beliebt, die über Seilbahnen oder Aussichtstürme verfügen. Mit den Seilbahnen oder Lifts kommt man schnell hinauf in luftige Höhen und kann direkt mit dem Wintersport loslegen, im Sommer mit dem Mountainbike oder zu Fuß wieder hinunter. Nicht immer ist ein Aussichtsturm erforderlich, um im Falle einer Seilbahnfahrt nach einem kurzen – oder im Zuge einer Wanderung – oder einem mühsamen Aufstieg mit einem tollen Panorama der Harzer Natur belohnt zu werden.
Die höchsten Erhebungen finden sich – östlich des Oberharzes – im Hochharz, wo der Brocken sowie der Wurmberg liegen. Man mag zunächst glauben, dass der Wurmberg der zweithöchste Berg im Harz sein mag, doch dies stimmt so nicht. Er ist vielmehr nach dem Brocken der bekannteste Berg im Harz. Höher sind die Heinrichshöhe (1.045 m), der Königsberg (1.033 m) sowie der Kleine Brocken (1.018 m). Doch warum sind sie weniger bekannt als etwa der Wurmberg? Die Antwort ist eindeutig: Weil zwei von ihnen aufgrund der Zugehörigkeit zum Nationalpark Harz für Wanderer gesperrt sind, um die Natur in dieser Region zu schützen. Der Kleine Brocken als dritthöchste Erhebung im Harz darf zwar bestiegen werden, doch einen markanten Gipfel hat dieser nicht. Gleichzeitig hat der Kleine Brocken kein wirkliches Freizeitangebot zu bieten. Beim Wurmberg stellt sich dies ganz anders dar. Bei Braunlage gelegen beheimatet der Wurmberg das größte Skigebiet im Harz, gefolgt von dem Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg und dem Bocksberg in Hahnenklee-Bockswiese.
Die Wurmbergseilbahn verfügt über gute Kapazitäten und befördert einen um fast 400 m in die Höhe. Dabei empfiehlt sich der Wurmberg im Winter mit zahlreichen Abfahrten unterschiedlicher Schwierigkeitsstufe zum Ski- und Snowboardfahren ebenso wie zum Mountainbiken oder der Abfahrt mit einem Monsterroller bei sommerlichem Wetter. Zudem gibt es ein gastronomisches Angebot auf dem Wurmberg, welches die höheren Berge des Harzes, bis auf den Brocken, natürlich nicht zu bieten haben.

Berge im Harz mit Freizeitwert: Mehr als nur der Wurmberg!

Bocksberg und Schalke als Berge im Oberharz.
Zwei bekannte Berge im Oberharz: Die Schalke und der Bocksberg. Beide haben Aussichtstürme. Darüber hinaus ist der Bocksberg ein bekanntes Wintersportgebiet mit entsprechender Infrastruktur.

Der Harz als nördlichstes Mittelgebirge Deutschlands hat natürlich deutlich mehr Urlaubsziele als den Wurmberg allein im Angebot. Viele Berge im Harz sind perfekte Orte, um Ausflüge während eines Urlaubs zu machen. Im Folgenden sind Harzer Berge – in alphabetischer Reihenfolge – genannt, bei denen sich ein Besuch bzw. ein Aufstieg (ob als Wanderung oder – falls vorhanden – per Lift) lohnt!

  • Auf dem Acker (Bergrücken parallel zur Sösetalsperre, 865 m)
  • Beerberg (Geologischer und bergbautechnischer Wanderweg, DSV-Premiumloipe, bei Sankt Andreasberg, 658 m)
  • Bocksberg (Wintersportgebiet bei Hahnenklee,726 m)
  • Carlshaushöhe (Aussichtsturm „Neuer Carlshausturm“, östlich von Benneckenstein, 626 m)
  • Eichenberg (Aussichtsturm „Wilhelm-Raabe-Warte“, bei Blankenburg, 416 m)
  • Großer Auerberg („Josephshöhe“ mit Aussichtsturm „Josephskreuz“, bei Stolberg, 580 m)
  • Großer Burgberg (Seilbahn, Burgruine, „Bismarckdenkmal“, bei Bad Harzburg, 485 m)
  • Großer Knollen (Aussichtsturm „Knollenturm“, bei Sieber, 687 m)
  • Großer und Kleiner Sonnenberg (Erhebung, Wintersportgebiet im Nationalpark Harz, 853 m)
  • Hausberg (Seilbahn, Burgruine, Hausberg von Bad Lauterberg, 420 m)
  • Hexentanzplatz (Seilbahn, Bergtheater Thale, Bergplateau bei Thale gegenüber Roßtrappe, 454 m)
  • Hohnekamm (Bergkamm mit „Hohneklippen“, bei Schierke, 900 m)
  • Iberg (Iberger Tropsteinhöhle, Aussichtsturm „Iberger Albertturm“, bei Bad Grund, 562 m)
  • Kummelberg (Gastronomie, Aussichtsturm „Bismarckturm“, gegenüber Hausberg bei Bad Lauterberg, 536 m)
  • Matthias-Schmidt-Berg (Wintersportgebiet bei Sankt Andreasberg, 663 m)
  • Poppenberg (Aussichtsturm „Poppenbergturm“, bei Ilfeld, 600 m)
  • Quitschenberg („Quitschenbergklippen“, „Luisenklippe“, „Hopfensäcke“, bei Torfhaus, 881 m)
  • Ramberg (Bergmassiv mit Granitfelsen „Große Teufelsmühle“, zwischen Thale und Friedrichsbrunn, 587 m)
  • Rammelsberg (Bergbaugeschichte bei Goslar, 635 m)
  • Ravensberg (Gastronomie, Grenzstein „Dreiherrenstein“, bei Bad Sachsa, 659 m)
  • Schalke (Aussichtsturm „Schalker Aussichtsturm“, gegenüber dem Bocksberg – zwischen Hahnenklee bzw. Bockswiese und Schulenberg, 762 m)
  • Steinberg (Aussichtsturm „Steinbergturm, bei Goslar, 472 m)
  • Stöberhai (Wanderhütte und „EloKa-Denkmal“, bei Wieda, 720 m)
  • Sudmerberg (Sudmerbergturm bzw. Sudmerberger Warte und Funkturm, bei Goslar, 355 m)