Harzer Gastronomie: Essen und Trinken im Harz

Vier Biere aus dem Harz bzw. Oberharz und Harzvorland.
Im Harz gibt es einige Biere, die es sich lohnt zu probieren. So gibt es die Gose aus Goslar, verschiedene Bier aus Altenau im Oberharz und das bekannte Hasseröder.

Der Harz mag für vieles bekannt sein – für den Brocken, für die Walpurgisnacht oder für dichte Nadelwälder, doch im ersten Augenblick denkt man nur selten an Gastronomie bzw. Essen und Trinken. Vom Harzer Käse hat man natürlich schon gehört, geschmacklich wird man ihn entweder sehr mögen oder geradezu verfluchen. Aber nur wenige Harzurlauber oder Menschen, die sich für einen Urlaub im Harz interessieren, wissen, dass der Harz im Hinblick auf das gastronomische Angebot mächtig aufgeholt hat. Vom einfachen Imbiss bis hin zum Gourmetrestaurant ist im Harz alles vertreten. Viele Regionen haben im direkten Vergleich wesentlich weniger zu bieten, da sich dort über die letzten Jahre nicht viel getan hat – ganz im Gegensatz zum Harz!

Der Harz hat eine hohe Restaurantdichte!

Als Urlaubsregion ist es selbstverständlich, dass der Harz auch über eine ausgeprägte Gastronomie verfügt. Die Dichte an Restaurants und Imbissen ist sehr groß. Dabei haben die meisten Hotels eigene Restaurants und vor allem an den bekannten und beliebten Ausflugszielen findet sich immer ein mehr oder weniger ansprechendes gastronomisches Angebot. Gleiches gilt für die bekannten Wanderstrecken im Harz, wo sich Wanderer mit einer Mahlzeit oder einem Getränk stärken können. Neben Restaurants, die eine eher klassische Karte anbieten, haben sich auch modernere Karten im Harz etabliert. So gibt es in Wernigerode beispielsweise ein bekanntes vietnamesisches Restaurant mit verhältnismäßig exotischen Gerichten.

Der Harz bietet nicht nur Traditionelles…

Bild von einem Harzer Köse als typisches Essen für den Harz
Auch wenn ihn manche unter Euch mögen, der Harz hat im Hinblick auf Essen und Trinken mehr zu bieten als nur den typischen Harzer Käse. Dieser ist nicht jedermanns Sache

Ist man in einigen Urlaubsregionen Deutschlands unterwegs, ähnelt sich das gastronomische Angebot vor Ort oft sehr. Man denke beispielsweise an Schleswig-Holstein und seine, sagen wir mal eher einseitige Ausrichtung, die seit Jahren nicht wirklich ergänzt wird. In fast jedem Ort im Harz findet man jedoch ein individuelles und recht ansprechendes Angebot. Zahlreiche Restaurants und Gaststätten im Harz überzeugen mit einer guten Auswahl für Vegetarier oder sind ganz auf vegetarisches Essen spezialisiert, etwa so wie in Goslar. An zahlreichen Touristenorten gibt es natürlich nach wie vor die typischen Touristenfallen, die ausschließlich auf Masse aus sind und weniger auf Qualität. So ein Reinfall bleibt dann eher im Gedächtnis und kann die Urlaubsfreude zeitweilig trüben. Im Schnitt jedoch sind Auswahl und Qualität im Harz oft überraschend gut.

Essen im Harz: Regional, saisonal und eine wachsende Slow Food-Gemeinde.

Die Harzer Gastronomie ist ebenfalls überaus interessant im Hinblick auf Wildgerichte und -produkte, auf die sich nicht wenige lokale Restaurants und Metzger spezialisiert haben. Daneben finden vor allem auch regionale und saisonale Produkte Eingang in die Harzer Küche. Ob Honig, Brot oder Spirituosen – einige Orte stehen für bestimmte Marken. Die Regionalität der Zutaten wird beispielsweise durch das Slow Food-Konzept gefördert, welches immer mehr Anhänger unter den Harzer Gastronomen findet. In teilnehmenden Restaurants erwartet den Harzurlauber Essen, das gut, sauber und fair ist – so besagen es die Regeln der Slow Food-Bewegung. Für Harz-Region.de werden wir diese Restaurants besuchen und Euch von den Eindrücken berichten.

Eine Auswahl an Slow Food- & Bio-Restaurants im Harz:

  • Landhaus Kemper (Buntenbock)
  • Harzer Speisekammer (Buntenbock)
  • Plumbohms (Bad Harzburg)
  • Naturresort Schindelbruch (Stolberg)
  • Kloster Wöltingerode (Goslar-Vienenburg)
  • Hotel Zum Harzer / Oberharzer Wilddieb (Clausthal-Zellerfeld)
  • Polsterberger Hubhaus (Altenau / Clausthal-Zellerfeld)
  • Romantischer Winkel (Bad Sachsa)
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Wildfleisch im Harz – ohne Antibiotika und Massentierhaltung!

Der Harz verfügt aufgrund seiner natürlichen und weitestgehend unberührten Lebensräume über ein reichhaltiges Angebot an Wild. Lokale Jäger beliefern die Harzer Gastronomie und spezialisierte Metzger mit Wildbret (andere Bezeichnung für Wildfleisch). Mehr Bio geht eigentlich nicht mehr. Heute wird Wild nur frisch zubereitet und dient als Grundlage für sehr interessante Gerichte, die man während des Harzurlaubes probieren kann.

Getränke im Harz: Von lokalen Wasserquellen, über Gose Bier bis hin zu Schierker Feuerstein.

Bilder von Harzer Mineralwasser, hier Harzer Grauhof und Bad Harzburger
Im Harz ist ansprechendes Mineralwasser aus verschiedenen lokalen Quellen erhältlich.

In der Region Harz gibt es nicht nur interessante Speisen und Gerichte, sondern auch Getränke, bei denen sich ein zweiter Blick lohnt. Neben guten Wasserquellen, die die Grundlage für Getränke mit lokaler Marke bilden (z. B. Bad Harzburger), kennt man aus dem Harz vor allem die Liköre. Hier ist es der Schierker Feuerstein oder das Harzer Grubenlicht, die einen hohen Bekanntheitsgrad haben. Richtig interessant wird es jedoch, wenn man nach Bier im Harz Ausschau hält. Neben den Biersorten aus Einbeck, einer sehr alte Hansestadt und „Bierhauptstadt“ Norddeutschlands sowie Geburtsstätte des Bockbieres, gibt es ebenfalls lokale Brauereien. So hat man aufgrund einer bundesweiten Werbung mit Sicherheit schon einmal von Hasseröder gehört, welches aus einem Stadtteil von Wernigerode stammt. Dies trifft aber höchstwahrscheinlich auf eine Biersorte nicht zu: Gose! Dieses Bier ist nahezu in Vergessenheit geraten, bis man es in den 1990er und 2000er Jahren wieder aufleben ließ. Seitdem wird es wieder in Goslar gebraut und kann dort unter anderem in Brauhaus probiert werden.

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