Huttaler Widerwaage

Die Huttaler Widerwaage: Eine perfekte Wanderstrecke im Oberharz

Die wirklich allererste Wandertour, die ich im Harz kennenlernen durfte, war eben die Strecke zur Huttaler Widerwaage. So gesehen ist mir diese Ecke besonders ans Herz gewachsen, was sicher auch an der schönen Natur dort liegt und an dem bestens beschilderten Streckennetz liegt. Außerdem ist die Hutthaler Widerwaage nicht weit von uns, sodass sich ein Ausflug immer lohnt. Der bekannte und beliebte Harzer Hexenstieg führt im Übrigen ebenfalls an der Huttaler Widerwaage vorbei.

Der Entensumpfteich liegt beim Innerstesprung - ganz in der Nähe der Huttaler Widerwaage.
Wenn man zur Huttaler Widerwaage wandern möchte, lohnt sich vorab ein Besuch des Entensumpfteichs. Dieser wird unmittelbar vom Innerstesprung gespeist. Das Wasser fließt irgendwann in die bei Lautenthal und Wolfshagen gelegene Innerstetalsperre.

Damals waren wir im Sommer dort und das, was vor allem blühte, war das „Drüsige Springkraut“, ein invasiver Neophyt, und dazu natürlich überall Fingerhut. Die ersten Pilze wie der „Klebrige Hörnling“ ragten in den verregneten Sommermonaten aus dem Boden und über uns kreischten Mäusebussarde – ich war begeistert. In der Zwischenzeit waren wir einige Male auch zu anderen Jahreszeiten wieder an der Huttaler Widerwaage und erfreuten uns an den schönen Aussichtspunkten, den unkomplizierten Möglichkeiten zur Wegergänzung sowie an den Feuersalamandern, die man entlang des Hutthaler Grabens findet. An diesem schlängelt sich der Wanderweg von der Stempelstelle 128 Huttaler Widerwaage bis zum Polsterberger Hubhaus. Kein Wunder, dass dieser Wanderweg im Bereich des Oberharzer Wasserregals so beliebt ist.

Der Harz: Anders aber schön!

Auf dem Weg zur Huttaler Widerwaage: Der Innerstesprung und der „Entensumpfteich“

Das Wasserbecken der Huttaler Wasserwaage staut Wasser auf. Rechts neben dem Becken liegt der Huttaler Graben, wo man z. B. Feuersalamander sehen kann.
Das Wasserbecken der Huttaler Widerwaage wird durch einen Fehlschlag abgeschlossen. Das Wasser staut sich hier, da es durch den Fehlschlag nicht so schnell abfließen kann. Die Huttaler Widerwaage eignet sich hervorragend für eine Rast bzw. ein Picknick. Dort gibt es eine Sitzbank sowie eine Stempelstelle für Wanderer, welche die Harzer Wanderkönige und -kaiser anstreben.

Starten wir also am Parkplatz „Entensumpfteich“. Von dort aus nehmen wir den linken Weg, der direkt zur Hutthaler Widerwaage führt, und zwar, wie der Name es bereits vermuten lässt, am Entensumpfteich vorbei. Nach wenigen Metern kommt man zu genau diesem Teich, dessen Name wenig mit dem zu tun hat, was einen dort erwartet. Keine trübe und versumpfte Suppe, sondern ein leuchtend grüner Teich mit klarem Wasser und allerhand Fischen, darunter u.a. Karpfen. Ein kleiner Pfad führt neben dem Entensumpfteich zum Innerstesprung. Hier entspringt tatsächlich die Innerste! Was zunächst nur wie ein unscheinbares kleines Rinnsal aussieht, wird irgendwann mal richtig groß (siehe auch Innerstetalsperre). Die Innerste fließt demnach in den Entensumpfteich, der aktuell nur einen passiven Teil des Oberharzer Wasserregals darstellt und nicht aktiv bewirtschaftet wird, und von dort aus in den Oberen Nassenwieser Teich. Nachdem wir nun genau gesehen (und gehört) haben, wo die Innerste entspringt, gehen wir zurück zum Hauptweg und zum Mundloch der Huttaler Widerwaage. Das Wasser im dortigen Staubecken erinnert dann doch eher an einen klassischen Entensumpf. Ein Fehlschlag staut das Wasser, welches über einen Abfluss bergab rauscht. Leider kommt man nicht mehr direkt an das abfließende Wasser, welches an genau dieser Stelle für Langzeitbelichtungen sehr geeignet wäre, heran.

Harzimpressionen

Was ist eine Widerwaage? Mehr zum Oberharzer Wasserregal

Der Huttaler Graben als Wanderstrecke rund um den Harzer Wanderkaiser bzw. die Harzer Wandernadel.
Im Wasser des Huttaler Grabens kann man mit etwas Glück auch schon mal den ein oder anderen Feuersalamander sehen.

Widerwaage? Was ist das denn eigentlich? Nein, gewogen wird hier nichts, auch wenn das Oberharzer Wasserregals in der Gesamtheit und in seinen Einzelteilen ein faszinierendes Werk darstellt und Vieles denkbar ist, aber: Bei einer Widerwaage handelt es sich um einen Anstau kleineren Ausmaßes. Als Teil des komplexen UNESCO-Weltkulturerbes im Oberharz, welches nicht nur Hochwassersituationen regelt, sondern in erster Linie zur Energieversorgung für den Bergbau diente, gehört die Widerwaage dazu. Denn: Die Gruben Dorothea und Carolina benötigten mehr Wasser für die Kehrräder. Das Bauwerk, welches heute noch vorhanden ist, stammt jedoch aus der Zeit ab 1850, als der Hochwasserschutz der Stadt Clausthal verstärkt wurde. Beim Bau der Hutthaler Widerwaage um 1767 war führte das Gefälle lediglich zum Hirschler Teich, also nur in eine Richtung. Ab 1860, im Rahmen der Erweiterung, konnte der Hutthaler Wasserlauf auch in die umgekehrte Richtung, respektive Richtung Sösegebiet umgeleitet werden. Das relativ kleine Becken, welches man heute noch sieht und an dem die Stempelstelle 128 liegt, hat es wirklich in sich.

Die Huttaler Widerwaage im Fazit

Wandern zur Huttaler Widerwaage mit Hund. Eine schöne Wanderstrecke für Urlauber im Oberharz mit Hund.
Und wieder geht es zur Huttaler Widerwaage! Bei einer Wanderung ist es nicht geblieben. Auch der Podi zieht in Richtung Wasser, denn er kennt die Strecke gut. Wer im Oberharz Urlaub mit Hund macht, ist an der Huttaler Widerwaage ebenfalls richtig.

Im Fazit eine wunderbare Tour, die wir sehr gerne laufen. Vom Parkplatz Entensumpfteich wandernd, kann man an der Gabelung im Übrigen auch kurz rechts abbiegen und nicht den direkten linken Weg zur Huttaler Widerwaage laufen. Wenige Meter von der Gabelung entfernt hat man einen sehr schönen Ausblick und schnell ist wieder der eigentliche Weg zum Graben und zur Stempelstelle erreicht.

10 Gründe für einen Harzurlaub!

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Lisa
Harz- und naturbegeistert, Faible für Fotografie im Allgemeinen und Vintage-Linsen im Speziellen. Hunde ♥ Bäume ♥ Wälder ♥ Wiesen ♥ Teiche ♥ Natur

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