Kloster Walkenried – Teil 1 von 2

Warum sich ein Besuch des Klosters Walkenried selbst von außen lohnt!

Friedlich, ruhig und irgendwie besonders ist die Atmosphäre um das schöne Kloster Walkenried herum – sehr gepflegt und inmitten von vielen sehr aufwändig restaurierten Fachwerkhäusern gelegen. Nicht weit von Bad Sachsa in Niedersachsen an der Grenze zu Thüringen zu finden, ist dieses Kloster völlig zu Recht ein beliebtes Ausflugsziel. Im ersten Teil des Berichts geht es zunächst um die Impressionen rund um das Klostergebäude, der zweite Teil wird das Kloster Walkenried als Museum vorstellen.

Die ehemalige Zisterzienserabtei ist seit dem Jahre 2010 dem UNESCO-Welterbe zugehörig und wurde wenige Jahre vorher zu einem Museum ausgebaut. Ausschlaggebend für die Zisterzienser war bei der Standortwahl die Nähe zum Bach Wieda sowie zum Harz. Das Kloster, 1127 von Adelheid von Walkenried gestiftet, florierte bis Mitte des 14. Jahrhunderts, um danach aufgrund des Niedergangs im Montanwesen – dem Hauptgeschäft – auf Krisenzeiten zuzusteuern. Das Kloster Walkenried hatte ein Viertel der Grubenanteile des Rammelsbergs in Goslar inne. Überlieferungen geben an, dass ursprünglich 356 Teiche in unmittelbarer Nähe von den Mönchen angelegt wurden. Seit den 1950er Jahren gehören die noch verbliebenen Teiche, die übrigens von Karstquellen wie auch von Bächen gespeist werden, rund um das Kloster Walkenried zu dem ausgewiesenen Naturschutzgebiet „Priorteich/Sachsenstein“. Die Reformation, die Pest wie auch die Bauernkriege taten ihr übriges zum Niedergang des Klosters Walkenried. Schwere Zeiten also für die architektonisch wunderschöne Anlage. Heute kann man dort noch die Ruine der Klosterkirche sehen, ebenso das Klausurgebäude. Abends, wenn die Sonne untergeht, sind die Lichtverhältnisse besonders gut für Fotos! Aber schaut selbst:

Die Gastronomie um das Kloster Walkenried herum – japanisch im Harz!

Um das Kloster verstreut gibt es das ein oder andere Restaurant in historischen und schön restaurierten Gebäuden. Besonders empfehlenswert finden wir den Klosterhof, ein authentisches japanisches Restaurant: www.klosterhof-walkenried.de Eben kein Restaurant von der Sorte, welches sich aufwändig als asiatisches Gourmetziel inszeniert – es mag qualitativ weniger gute Anlaufstellen im Harz geben, die das tun –, sondern eines, das mit bester Qualität überzeugt. Hier gibt es Maki und Nigiri, Tempura sowie eine grandiose Teeauswahl – sogar Gyokuro! Zur Reservierung, am besten telefonisch, raten wir aufgrund der teilweise hohen Nachfrage nach bestem japanischem Essen, da dieses dort stets frisch zubereitet wird, dringend.

Das Kloster Walkenried als Veranstaltungsort

Seit dem Jahr 1983 finden die über Walkenried hinaus bekannten Klosterkonzerte statt. Neu hinzu kamen kürzlich Kinovorführungen. Links zu aktuellen Veranstaltungen des Klosters Walkenried gibt es hier.

Ab 1570 wird der Kapitelsaal des Klosters genutzt und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Walkenried hält dort, in der Kirche St. Maria und Martini, Gottesdienste ab. Sonntags um 10.30h findet der evangelische Gottesdienst statt und immer donnerstags ab 18.30h das ökumenische Friedensgebet.

Am 24. und 25. September 2016 findet darüber hinaus wieder der sehr beliebte Klostermarkt Walkenried statt. Mehr zu sommerlichen Veranstaltungen in den anderen Harzer Klöstern sind unter www.harzerklostersommer.de ersichtlich.

Und im zweiten Teil: Besuch des Klosters mit Führung

Seit dem Jahr 2006 präsentiert sich das ZiesterzienserMuseum Kloster Walkenried mit einem zeitgemäßen, sehr durchdachten Museumskonzept. Dieses kann man sich Dienstag bis Sonntag von 10.00h – 17.00h näher ansehen. Für Kinder respektive Schulklassen etwa werden spezielle Führungen wie Archäologie-Workshops, „Abends allein im Kloster“-Führungen oder weitere interessante Angebote angeboten. Nachdem wir so viel Gutes von den Führungen für Erwachsene gehört haben, werden wir in einem zweiten Teil von dem Museumsbesuch im Detail berichten.

Wichtige Hinweise jedoch vorab: Nicht alle Bereiche des Museums sind behindertengerecht ausgebaut, so steht beispielsweise keine behindertengerechte Toilette zur Verfügung. Auch wenn der Kreuzgang quasi geradezu um ein Foto bittet: Für Fotoaufnahmen, die nicht zu privaten Zwecken genutzt werden, gilt: Es bedarf vorher einer schriftlichen Genehmigung.

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Lisa
<p>Harz- und naturbegeistert, Faible für Fotografie im Allgemeinen und Vintage-Linsen im Speziellen. Hunde ♥ Bäume ♥ Wälder ♥ Wiesen ♥ Teiche ♥ Natur</p>

Comments

12. Mai 2016
Hallo Lisa, wow, das Kloster Walkenried sieht wirklich beeindruckend aus! Tolle Fotos hast du da aufgenommen, besonders das vierte finde ich großartig. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil deines Beitrags. :) Liebe Grüße Anne
12. Mai 2016
Hallo Anne, vielen lieben Dank! Von innen ist das Kloster ebenfalls total fotogen (-> Kreuzgang). Beste Grüße nach NRW!
9. August 2016
Hallo Lisa, Zeit für einen Gegenbesuch :-) Vom Kloster Walkenried habe ich schon öfters gehört und dein Bericht macht richtig Laune, sich das mal genauer anzuschauen. Wenn ich nicht irre, müssten in der Nähe auch zwei drei Stempelstellen der Harzer Wandernadel sein? Bei deinem Link zum kloster-walkenried.de ist dir übrigens ein kleiner Fehler unterlaufen, die Domainendung fehlt (.d statt .de). Nur zur Info. Das Restaurant würde mich jedenfalls reizen, japanisch essen war ich noch nie. Hab auch schon mal bei denen auf der Website geschaut, die Preise sind ja extrem moderat? Japaner sind doch sonst so teuer? Mmh, danke jedenfalls für deinen Bericht und schöne Grüße nach Goslar (auch eine schöne Stadt mit toller Geschichte).
10. August 2016
Hallo Dennis, danke für Deine Zeilen und den Hinweis auf den Fehler bzgl. des Links - hab ich gerade korrigiert;) Genau, in der Nähe des Klosters befinden sich die Stempelstellen Sachsensteinhütte (166) sowie Historischer Gipsbrennofen (192). Japanisches Essen ist dort zum Einstieg gut zu empfehlen - vor allem, wenn man noch gar nicht weiß, was einen so erwarten kann. Leider gibt es mittlerweile ganz viele (nicht immer authentische) sogenannte japanische Restaurants, die günstig sind und nur einen wachsenden Markt bedienen. Die Wahrscheinlichkeit, einen guten Japaner ausfindig zu machen, steigt oft mit dem Preis (zu Wernigerode schreib ich jetzt an dieser Stelle man nix). Viele Grüße aus Goslar!;)
11. August 2016
Na das müsste man doch mal gut in einer Wandertour kombinieren können. In WR gibt's einen Japaner? Ist mir ja ganz neu. Kenne nur einige Chinesen, in einen von denen setze ich freiwillig keinen Fuß mehr. Danke dirfür die Infos! Schöne Grüße aus dem nahen Blankenburg...
12. August 2016
Unbedingt! Danke für die Warnung;) Naja, sagen wir so: Es gibt ein Restaurant in Wernigerode, das japanische Speisen (und irgendwas anderes asiatisches) anbietet - lieber nicht. Schönes Wochenende und viele Grüße nach Blankenburg!

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