Ilsenburg – Ein interessante und alte Stadt am nördlichen Harz!

Ilsenburg ist eine Stadt am nördlichen Rand des Harzes mit vielen Urlaubsmöglichkeiten. Hier sieht man Hotels und und die Parkanlagen von Ilsenburg.
Ilsenburg ist ein beliebter Harzer Urlaubsort. Einst war es sogar die Residenzstadt der Grafen zu Stolberg-Wernigerode. Ganz in der Nähe befindet sich das herrliche Ilsetal sowie die Burgruine Stapelburg.

Mit etwas weniger als 10.000 Einwohnern gehört Ilsenburg zu den eher kleineren Städten am Nordrand des Harzes. An der Ilse gelegen, hat die Stadt jedoch viel zu bieten, nicht zuletzt aufgrund der interessanten Bauwerke und der Lage am Ausgang des Ilsetals. Ilsenburg ist dabei sowohl schnell von Bad Harzburg als auch von Wernigerode aus zu erreichen. Umgeben von bewaldeten Bergen des Nordharzes und mit einem reichhaltigen Freizeitangebot, kommt Ilsenburg für einen Harzurlaub in Frage – nicht zuletzt wegen des Anschlusses an die Bahnstrecke Heudeber – Danstedt – Bad Harzburg-Vienenburg (HarzElbeExpress). Warum sich ein Besuch von Ilsenburg im Detail lohnt, das erfahrt Ihr in diesem Artikel!

Ilsenburg liegt überaus günstig am Nordrand des Harzes mit Blick auf den Brocken und nicht weit von Bad Harzburg entfernt!

Die Geschichte von Ilsenburg reicht weit zurück.

In den Zeiten, als der Harz ein kaiserliches Jagdrevier war, entstand bereits vor dem Jahr 1000 eine Burg, die nahe bei dem heutigen Ilsenburg lag. Damit sollte das Jagdrevier geschützt und dem Kaiser eine geeignete sichere Unterkunft geboten werden. Nach der Übergabe dieser Burg an von Kaiser Otto III. an Heinrich II., dem Bischof von Halberstadt, gründete letzterer ein Benediktinerkloster, dessen Existenz für spätestens 1009 nachweisbar ist. Dem Bau des Klosters folgte die Errichtung einer Reichsburg auf dem Ilsestein, die 1107 zerstört wurde. Wir befinden uns im Hinblick auf Ilsenburg zeitlich im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, und zwar zu jener Zeit, als das Wanderkaisertum den Kaiser von Pfalz zu Pfalz quer durch ganz Deutschland führte (siehe etwa die Kaiserpfalz in Goslar). Es existierte kein fester Regierungssitz wie in den Hauptstädten moderner Staaten.
Das Kloster litt während der Kämpfe im Bauernkrieg 1525 stark, jedoch initiierte der Bau einer Eisenhütte mit zwei Hochöfen die Erweiterung des Dorfes. Diese Entwicklung führte gar dazu, dass Ilsenburg Residenzstadt der Grafen zu Stolberg-Wernigerode wurde, die ihren Sitz erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurück nach Wernigerode verlegten.

Ilsenburg hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, was für eine über 1.000 Jahre alte Siedlung nicht ungewöhnlich ist. Aber nicht nur deswegen gibt es in Ilsenburg viel zu sehen!

Weitere historische Fakten über Ilsenburg

Das Kloster Ilsenhof auf einem Hügel oberhalb der Ilse
Das Kloster ist eine sehr bekannte Attraktion in Ilsenburg. Oberhalb der Stadt gelegen, ist es herrlich ruhig dort. Im Klosterhof gibt es auch ein Café. Das Kloster Ilsenburg kann man besichtigen und werden dort oftmals auch interessante Veranstaltungen angeboten.
  • Ilsenburg war früher einmal für Produkte wie Kunstguss und Ofenplatten überregional bekannt.
  • Während der Zeit des Königreichs Westphalen, das Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte als König unterstand, gab es den Kanton Ilsenburg.
  • Eine Frau aus Drübeck (Mette Fliß), einem heutigen Stadtteil von Ilsenburg, wurde während der Hexenprozesse in Wernigerode wegen „Teufelsbuhlschaft“ zum Tode verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
  • In der Nähe von Ilsenburg wurde im 18. Jahrhundert die Ernstburg als Jagdhaus der Grafen zu Stolberg-Wernigerode errichtet – leider existiert die Burg heute nicht mehr.
  • Zu DDR-Zeiten war Ilsenburg Standort eines der größten Hüttenwerke des VEB Mansfeld Kombinats Wilhelm Pieck, das 1990 stillgelegt wurde.

Ilsenburg wird zum Urlaubsort am Harz!

Wie auch in anderen Städten am nördlichen Rand des Harzes, stiegen die Besucherzahlen gegen Ende des 19. Jahrhunderts an. Ilsenburg hat dies vor allem dem Anschluss an das Eisenbahnnetz zu verdanken – die Anbindung erfolgte 1884. 1947 wurde Ilsenburg dann offiziell Luftkurort und durfte sich zudem fortan als Stadt bezeichnen. Seit 2007 führt die Ilsenburg den Zusatz (Harz), was dem Marketing geschuldet ist (siehe den Artikel „Oberharz“). Theoretisch müsste es „am Harz“ heißen. Ganz gleich, was nun aus rein formaler Sicht richtig ist, Ilsenburg gehört zum Harz und ist heute ein schöner gepflegter Urlaubsort mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten sowie Erholungsmöglichkeiten. Schauen wir uns das Angebot für Harzurlauber vor Ort einmal näher an!

Heute ist Ilsenburg ein beliebter Urlaubsort. Gerade das Ilsetal ist ein erstklassiges Tor zum Harz!

Ilsenburg – Sehenswürdigkeiten & Freizeitmöglichkeiten

Ein Blick ins Ilsetal vom Kloster Ilsenburg aus, das viele Wandermöglichkeiten und Steine bzw. Klippen zu bieten hat.
Ein Blick Richtung Ilsetal – aufgenommen in der Nähe des Klosters, das sich oberhalb der Stadt befindet.
  • Kloster Ilsenburg (Besichtigung / Führungen / Veranstaltungen)
  • Kloster Drübeck (Haus der Stille)
  • Ludwigsbad & Waldbad im Sandtal (Freibäder)
  • Wandern (z. B. durch das Ilsetal / auf dem Klosterwanderweg / auf dem Heinrich-Heine-Rundweg / Harzer Grenzweg)
  • Wolfsklippe / Ilsestein / Zeterklippen / Froschfelsen
  • Rad fahren & Mountainbiken (z. B. auf dem Netz der Volksbank Arena Harz)
  • Nationalparkhaus Ilsetal
  • Altenröder Steinkreis
  • Stapelburg (kleiner Ort mit Burgruine)
  • Kutschfahrten ab Ilsenburg
  • Walpurgis / Forellenfest
  • Ilsenburger Industrielehrpfad
  • Parkanlagen von Ilsenburg
  • Wellnesseinrichtungen & Gastronomie
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