Talsperren im Harz – Von der Okertalsperre bis zur Rappbodetalsperre

Bild einer Talsperre im Harz
Die Okertalsperre: Eine bekannte Talsperre des Harzes bei Schulenberg. Die „modernen“ Talsperren im Harz sind vor allem dazu gebaut worden, um Hochwasserschutz zu bieten. Wenn Flüsse wie die Oker früher aufgrund von Schneeschmelzen oder starken Regenfällen über die Ufer getreten sind, hatte dies im Flachland meistens katastrophale Folgen.

Da der Harz als Mittelgebirge zu einem der regenreichsten Gebiete in ganz Deutschland gehört und im Frühjahr immer wieder mit Schneeschmelzen zu kämpfen hat, ist es kein Wunder, dass es eine Vielzahl an Talsperren gibt. Im Normalfall ist eine Talsperre zwecks Trinkwassergewinnung, Erzeugung elektrischer Energie gebaut oder Hochwasserschutz gebaut worden, doch im Harz hat dies meistens einen besonderen Nebeneffekt. Viele Talsperren ziehen Urlauber und Wanderer an. Zudem gibt es an diversen Talsperren des Harzes ein breit gefächertes Freizeitangebot. Als Beispiele sind hier zwei bekannte Talsperren, die Okertalsperre und die Rappbodetalsperre, zu nennen, die jährlich viele Besucher zu verzeichnen haben und mit ihrem ganz besonderen Charakter zu einer Urlaubstour einladen. Was es mit dem Talsperren im Harz auf sich hat und welche Talsperre das richtige Freizeitangebot während Eures Harzurlaubes bietet, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Talsperren gibt es im Harz schon lange: Alles fing mit Teichen im Oberharz an…

So eng die Geschichte des Harzes mit dem Bergbau verbunden ist, so sehr kann man auch die Teiche als zwar kleinere und weniger leistungsfähige, aber direkte Vorgänger der heutigen Talsperren betrachten. Per Definition ist ein „Teich“ ein künstlich, respektive durch den Menschen, angelegtes Stillgewässer. Um Bergbau im Oberharz betreiben zu können, war die Bereitstellung einer immensen Energiemenge erforderlich, die in früheren Zeiten nur durch Wasserkraft gewonnen werden konnte. Damit Wasser zur Energieerzeugung genutzt werden kann, muss es ein Gefälle hinunterfließen und so Wasserräder oder Pumpen antreiben. Das Oberharzer Wasserregal mit seinen unzähligen Teichen sowie Wassersystemen zeugt noch heute von dem ungeheuren Energiebedarf der früheren Bergbauanlagen. Der im Stadtgebiet von Clausthal-Zellerfeld liegende Mittlere Pfauenteich wird gar als offiziell älteste Talsperre in Deutschland geführt, da eine Erwähnung bereits 1298 stattfand.
Heute sind es die großen Talsperren im Harz, die der Mensch für die verschiedensten Zwecke nutzt. Die großen Talsperren des Harzes sind dabei alle im 20. Jahrhundert entstanden.

Die 5 größten Talsperren im Harz

  1. Rappbodetalsperre
  2. Okertalsperre
  3. Granetalsperre
  4. Innerstetalsperre
  5. Odertalsperre

Weitere Talsperren des Harzes

Doch neben der Geschichte und der Technik der Harzer Talsperren sind es vor allem die Freizeitmöglichkeiten, die Euch als Harzurlauber vermutlich interessieren!

Die Freizeitmöglichkeiten der Harzer Talsperren: Wassersport, Wandern und mehr!

Die Talsperren im Harz sind beliebte Ausflugsziele. Mit guten Aussichtspunkten und der wunderbaren Natur des Harzes bieten Sie beste Rahmenbedingungen für Wanderungen. Wassersport ist auf einigen Talsperren im Harz gestattet - Angeln, ebenso.
Die Talsperren im Harz sind beliebte Ausflugsziele. Mit guten Aussichtspunkten und der wunderbaren Natur des Harzes bieten Sie beste Rahmenbedingungen für Wanderungen. Wassersport ist auf einigen Talsperren im Harz gestattet – Angeln, ebenso.

Gerade die Talsperren sind es, die eine Abwechslung in die Landschaft und die Freizeitmöglichkeiten des Harzes bringen. So bieten viele der Harzer Talsperren die Möglichkeit, Wassersport wie Segeln, Windsurfen, Rudern oder Tauchen zu betreiben. Hier sind die Okertalsperre oder die Innerstetalsperre zu nennen, wo man nicht selten Segelboote, Ruderboote und Surfer zu sehen bekommt. Daneben kann sich auch das Angeln durchaus in einem der vielen Harzer Stauseen lohnen. Die Rappbodetalsperre hat dagegen etwas Einmaliges im Harz zu bieten: Die Megazipline. Es handelt sich dabei um die längste Doppelseilrutsche Europas, auf der man in etwa 120 m über eine Strecke von 1.000 m über das Wasser „hinwegfliegen“ kann. Diese Attraktion gibt es erst seit 2012. Wer es nicht so actionreich mag, der findet natürlich hervorragende Wanderwege entlang der Harzer Talsperren, ihren Zu- und Abflüssen. Die Sicht ist bei gutem Wetter meistens ausgezeichnet und bietet tolle Panoramen der umliegenden Berge. Bei Niedrigwasser sind die Talsperren ebenfalls eine Reise wert, da man so den sonst nicht einsehbaren Grund mit seinen interessanten Verwitterungen und seiner Flora aus nächster Nähe betrachten kann.

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