Tiere im Harz – Achtung, es wird wild!

Tiere im Harz – Achtung, es wird wild!

Neben den Tierarten, die man in einer ländlich geprägten Umgebung als Kulturfolger auf jeden Fall erwartet, gibt es im Harz für geduldige Reisende zahlreiche spannende Begegnungen. Von Füchsen – bestes Beispiel ist der Brockenfuchs – über Auerhähne, Rothirsche und Wildschweine bis hin zu Waschbären und Edelkrebsen sind für Naturfreunde und Fotobegeisterte viele Tiere im Harz zu entdecken. Auch wenn die meisten pelzigen oder gefiederten Gefährten niedlich aussehen mögen: An vielen Orten haben sich Wildschweine oder Waschbären zu einer regelrechten Plage entwickelt. Wildschweine durchpflügen in einigen Teilen des Harzes mit schöner Regelmäßigkeit Vorgärten und hinterlassen deutliche Spuren. Im Gegensatz dazu stehen schützenswerte und seltene Arten wie Fledermäuse und Luchse sowie die Möglichkeit, traditionsreiche Wildtierfütterungen im Harz zu erleben. Wichtig ist für Hundebesitzer des Weiteren folgende Info: Während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli eines jeden Jahres müssen Hunde offiziell angeleint werden. Begegnungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft und manchmal auch dort, wo man sie vielleicht nicht erwartet, begleiten uns also seit einiger Zeit. Einen Teil der Tiere bekommen wir zu einigen Jahreszeiten häufiger zu sehen, in der Winterschlaf (-ruhe bzw. Winterstarren-) Zeit viele nicht.

Nachts sind viele Tiere im Harz unterwegs

Schneeeule im Harz sehen.
Im Harz findet man viele wilde Tiere, da dieser beste Lebens- und Rückzugsräume bietet. Schneeeulen wie hier auf dem Bild gibt es zum Beispiel im Harzfalkenhofe bei Bad Sachsa zu sehen.

Insbesondere die nachtaktiven Waschbären können häufig, zumeist nach Anbruch der Dunkelheit, beobachtet werden. Sollte es also nachts in der Mülltonne rappeln und ein großes Tier herausspringen gilt: Am besten nicht beachten und auf keinen Fall füttern! Waschbären übertragen Infektionskrankheiten wie beispielsweise Tollwut, Staupe oder Leptospirose – um nur einige zu nennen – auf Menschen und Haustiere. So sollten Mülltonnen für Waschbären und Marder im Harz entsprechend gut gesichert werden. Haben diese Tiere einmal einen Futterplatz gefunden, kommen sie stetig wieder. Bitte daran denken, wenn ihr eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus gemietet habt. Kassel, Deutschlands Waschbärenhauptstadt, ist zwar noch einige Kilometer entfernt, jedoch bieten die vielerorts anzutreffenden verlassenen Häuser im Harz sehr vielen Tieren einen perfekten Unterschlupf. In der Dämmerung sind gleichsam die im Harz häufig vorkommenden Rothirsche aktiv. Leider finden sich Rothirsche im Harz bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang oft auf der Fahrbahn. Gleiches gilt für Füchse, Dachse, Kröten und Marder. Fledermäuse hingegen schweben oft über den Dingen. Der Südharz, mit seinen für Fledermäuse optimalen Karsthöhlen, ist ein wahres Fledermausparadies sobald die Sonne untergeht. Zwerg-, Wasser- und Fransenfledermäuse sowie das Braune Langohr kann man zu den häufigen Arten zählen. Insgesamt sind etwa 17 Fledermausarten im Harz vertreten, was wirklich eine große Bandbreite abdeckt. Fledermausfreunde sollten sich die Europäische Fledermausnacht vom 27. auf den 28. August unbedingt vormerken: Ganz unterschiedliche Veranstaltungen wie geführte Nachtwanderungen werden zu dieser Zeit im Harz angeboten.

Besuchermagnet: Luchse im Harz!

Ab dem Jahr 2000 wurden sie erfolgreich ausgewildert: Die schönen und scheuen Luchse! Im Luchsgehege an der Rabenklippe in Bad Harzburg leben die scheuen Raubkatzen zudem in einer Art Informationszentrum, in welchem man nicht nur Fütterungen (jeweils mittwochs und samstags um 14.30 h) erleben kann, sondern viele Fakten zu Luchsen im Harz erklärt bekommt. Ein Mitarbeiter vor Ort steht für Fragen zur Verfügung und vermittelt Wissenswertes zur Harzer Wildnis. Übrigens: Luchse bei Wanderungen im Harz zu sehen, ist überaus unwahrscheinlich. Diese Tiere sind wirklich sehr sehr scheu und meiden den Menschen nach besten Möglichkeiten.

Eichhörnchen – manchmal zahm und immer sehr niedlich!

Bild eines Eichhörnchens im Harz.
Eichhörnchen im Harz: Ein häufiger und sehr niedlicher Gast an vielen Orten.

Fans der niedlichen Nager kommen im Harz wirklich auf ihre Kosten. Eichhörnchen mögen Nadelwälder und wenn Tannenzapfen auf dem Boden neben einem landen, lohnt sich ein Blick nach oben. In Braunlage gibt es sogar einen Eichhörnchenbrunnen, erbaut von Georg Arfmann sowie einen Bereich des Kurparks, in dem fast zahme Eichhörnchen leben. Als Farbvariante ist im Harz übrigens an vielen Stellen das dunkelbraune Eichhörnchen zu sehen! Ein Ausflug zu den Eichhörnchenorten steht sehr bald an, dann gibt es sicher mehr Bilder von den putzigen Tierchen.

Zu Wasser, an Land und in der Luft – Vögel im Harz

Für Fotografen und Vogelfreunde hat der Harz wirklich viel zu bieten, denn nicht ganz so versteckt leben Wanderfalke, diverse Kauzarten,, Schwarzspechte, Schwarzstörche und die zahlreichen Fischreiher, die sich in den Teichen des Oberharzer Wasserregals sowie auch in privaten Teichen, bedienen. Wenn man Glück hat, sieht man an einem Tag gleich mehrere eher seltene Vogelarten im Harz oder hört ihre charakteristischen Laute. Wer Greifvögel mag, kommt vor allem auf der Burg Falkenstein auf seine Kosten. Dort gibt es einen bekannten Falkenhof, der verschiedene Vorführungen anbietet.

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Lisa
<p>Harz- und naturbegeistert, Faible für Fotografie im Allgemeinen und Vintage-Linsen im Speziellen. Hunde ♥ Bäume ♥ Wälder ♥ Wiesen ♥ Teiche ♥ Natur</p>

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