Quedlinburg – Welterbestadt und DER Ort für Freunde des Fachwerks

Quedlinburg – Welterbestadt und DER Ort für Freunde des Fachwerks
Quedlinburg im Harz besteht aus alten Fachwerkhäusern und Gebäuden aus vielen Jahrhunderten.

Unterwegs in Quedlinburg

Finkenherd in Quedlinburg ist ein bekannter Ort zum Fotografieren im Harz.
Auch wer noch nicht in Quedlinburg war, wird dieses Haus eventuell schon kennen. Es ist eins der meistfotografierten Gebäude im Harz und der Finkenherd befindet sich im ältesten Teil der Stadt.

[Enthält Unentgeltliche Orts- und Markennennung sowie Verlinkungen] Schwierig, „Quedlinburg“ und „schönste Stadt im Harz“ nicht in einem Satz unterzubringen, aber darauf läuft es irgendwie hinaus. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man Quedlinburg nicht mag: Gepflegte Fachwerkhäuser mit schöner Bepflanzung, kleine und größere Gassen mit ansprechenden Cafés, Restaurants und individuellen Geschäften jenseits des Standardangebotes größerer Orte – perfekt für einen Sommersamstag mit liebem Besuch [www.instagram.com/da_kann_man_auch_laufen] Wir hatten nur einen ganz groben Plan für die Stadttour und abends sollte es noch Richtung Teufelsmauer gehen. Voll war es wie immer am Wochenende, verlief sich in den Abendstunden jedoch gut. Wer die bekannten Fotospots in Quedlinburg abgrasen will, sollte dies unbedingt unter der Woche in den frühen Morgen- oder Abendstunden tun. Ansonsten wird das Fotografieren wirklich zu einer Geduldsprobe und wir hatten ständig den Eindruck, natürlich auch den anderen immer im Weg zu stehen. Grundsätzlich lichte ich gerne die weniger bekannten Gegenden und Motive wie den Finkenberg ab, jedoch ist es in Quedlinburg nicht ganz leicht, dem komplett zu widerstehen. Oft sieht man ja die ewig gleichen Ansichten und wenn es bereits so viele gute Bilder der kleinen Häuschen gibt, ist das kein Foto, das ich unbedingt machen muss.

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Quedlinburg – farbenfroh und viele schöne Cafés

Viele gute Cafés und Restaurants findet man in Quedlinburg in der ganzen Stadt, das Samocca ist besonders gut und freundlich.
Hier gehen wir jedes Mal hin, es ist einfach zu gut: Neben den unterschiedlichen Kaffeesorten, die man hier in einer French Press ausprobieren kann, gibt es auch einen kleinen Laden im Eingangsbereich: Harzer Gin, Kekse aus Italien – alles da.

Die Schönheit Quedlinburgs erschließt sich den Besuchern womöglich direkt auf den ersten Metern. Kein Haus gleicht dem anderen,meist sind sie alle ein bisschen schief und krumm, einige auch wirklich sehr klein und putzig. Im Gegensatz zu einigen anderen Harzorten ist Quedlinburg sehr lebendig und es gibt deutlich weniger Leerstand als beispielsweise in Goslar oder gar Hahnenklee. Wir haben uns zunächst einmal erst die Gegend um den Marktplatz angeschaut und sind anschließend, nach einem Café-Aufenthalt, Richtung Stiftskirche St. Servatius hoch. In den Gassen Quedlinburgs finden sich richtig schöne Läden wie beispielsweise Little Finland www.littlefinland.de in der Bockstraße. Dort gab es für uns Lakritz, finnischen Likör sowie weitere Getränke und Produkte aus Finnland sowie Skandinavien. Vermutlich entdeckt man bei jedem Besuch etwas anderes und es ist eher schwierig, nicht nach Quedlinburg zu fahren. Wofür wir uns trotz des ausgesprochen vielseitigen gastronomischen Angebotes entschieden haben, ist das Samocca www.samocca-quedlinburg.de : Café/Deli, Kaffeerösterei und sogar Hostel. Das ganze Konzept wird von der Lebenshilfe betrieben und dort arbeiten Menschen mit Handicap in einem sehr einladenden Haus. Die Gassen in Quedlinburg sind nicht sonderlich breit und von dem Trubel des Marktplatzes wollten wir uns in unserer Pause fernhalten: Der Innenhof ist ohne Frage recht beliebt, was uns nicht verwundert. Neben der guten und zentralen Lage kommen wir jedoch vor allem aufgrund der liebenswerten Bedienung und des Kaffees gerne her: Alle Spezialitätenkaffees, die es in dem kleinen Shop im Samocca gibt, kann man vorher ausprobieren. Serviert wird eine French Press und dazu gibt es außergewöhnlich gutes Essen, darunter auch Kuchen und frische, saisonale Speisen – für Vegetarier und Veganer perfekt geeignet. Um es vorsichtig zu sagen und ohne es werten zu wollen: In einigen Harzorten trifft das gastronomische Angebot leider nicht so ganz unseren Geschmack. Es scheint nach wie vor recht viele Fans von Soljanka, Windbeuteln & co. zu geben, aber wir mögen es einfach nicht.

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Vielfältige Gastronomie in Quedlinburg ist für die Touristenstadt im Harz ein Vorteil.
Niedliche Gassen mit ansprechender Gastronomie – so einfach wie in Quedlinburg ist es nicht immer im Harz.

In Quedlinburg ist es allerdings wirklich unfassbar einfach, etwas Gutes zu finden – erwähnt werden sollte daher an dieser Stelle ebenfalls das feine Schiller’s www.schillers-quedlinburg.de direkt neben dem Samocca. Bepackt mit Monsooned Malabar aus Indien und Harzer Sloe Gin ging es für uns dann hoch Richtung Stiftskirche St. Servatius – auch Quedlinburger Dom genannt – durch die bunten Gassen der Stadt. Auch hier wieder ein schönes Café nach dem nächsten, dazu erfreulicherweise auch dunkle Wolken am Himmel. Wer schon einmal in Quedlinburg war, der weiß, wie viel man sich dort ansehen kann. Der einzige Nachteil ist, dass ein Tag fast gar nicht reicht und ich hatte zwischendurch mal den Gedanken, ein verlängertes Wochenende dort Urlaub zu machen. Mindestens. Spätestens an der Sommerlinde an dem Burgberg ist klar, warum Quedlinburg zum UNESCO-Weltkulturerbe benannt wurde. Aufwärts in Richtung Schlossgarten fielen uns die kleinen Gartenparzellen auf dem Gelände auf. Grundsätzlich sind die Gärten im Osten immer schöner bepflanzt. Die sterilen und mit Stein ausgelegten, sehr leblosen Gärten gibt es eher im Westen der Republik, im Osten erscheinen Gärten und Vorgärten aufgrund der zahlreichen Blüh- und Nutzpflanzen einfach lebendig – so auch hier in Quedlinburg.

Über den Dächern Quedlinburgs

Die Innenstadt von Quedlinburg ist voller sanierter Fachwerkhäuser aus unterschiedlichen Epochen.
So viel zu entdecken in Quedlinburg, teilweise braucht man aber für keine Strecken länger, wenn viel los ist auf den Straßen: auf den Bildern finden sich sonst immer irgendwie ganz schnell Menschen ein.

Wenn eine Sache bei einem Besuch Quedlinburgs nicht fehlen darf, dann ein Besuch des Schlossberges mit dem

großartigen Blick über die Dächer der Stadt. Besonders abends im Sommer DER Ort überhaupt. Hier sieht man nicht nur, wie individuell die ganzen Häuschen in Quedlinburg gebaut sind, sondern kann durch den hübsch angelegten Garten gehen oder gleich in den Biergarten mit Aussicht auf die Stadt. Gut sichtbar ragen zudem die Türme von St. Nikolai (erbaut ab 1222) heraus. Die romanische Stiftskirche St. Servatius (ab 1070 errichtet) thront über der Stadt im Harz: Das Innere der Kirche haben wir aus Zeitgründen leider nicht gesehen, für Architekturaufnahmen mit einem Weitwinkelobjektiv aber sicher sehr reizvoll und für den nächsten Besuch auf dem Plan. Wie immer hat die Zeit nicht gereicht, sich alles anzusehen, auch wenn Quedlinburg „nur“ eine Kleinstadt ist. Laut Wikipedia

der Ausblick vom Schlossberg über Quedlinburg ist sehr lohnenswert.
Vom Schloss aus sieht man auf die Dächer der Stadt und erhält noch eine ganz andere Perspektive. Abends im Sommer ganz besonders gut!

finden sich hier 2000 Fachwerkhäuser (Wernigerode hat lediglich über 600)  aus acht Jahrhunderten, der Münzenberg (Stadtteil von Quedlinburg) zählt um die 65 Gebäude. Die lange Tradition von Saatgutvermehrung ab dem 18. Jahrhundert und die Pflanzenaufzucht zeigt sich offensichtlich  noch in zahlreichen Gebäuden, die Quedlinburg wirtschaftlichen Wohlstand brachte.

Was wir leider nicht gesehen haben, uns die nächsten Male aber angucken:

  • den Lindenbeinturm, stellvertretend für viele mittelalterliche Wachtürme in Quedlinburg
  • das Schlossmuseum inklusive der Historischen Bibliothek
  • das Lyonel-Feiniger-Museum
  • das Klopstockhaus
  • die Reste der St.-Marien Kirche

Ein Blick in das Umland von Quedlinburg

In der Nähe von Quedlinburg ist das Hamburger Wappen an der Teufelsmauer ein unverkennbares Fotoziel.
Einen hohen Wiedererkennungswert hat die Teufelsmauer – hier das Hamburger Wappen – auf jeden Fall. Nicht weit von Quedlinburg entfernt befinden sich zahlreiche lohnenswerte Ausflugsziele. Frühmorgens oder abends ist selbstredend die beste Zeit!

In kurzer Distanz gibt es viel zu entdecken, was mir so gut am Harz gefällt: An jeder Ecke lauert irgendetwas Spektakuläres, das ist in einigen Ecken Deutschlands wirklich nicht so, da muss man meist schon deutlich länger fahren oder wandern. In der Nähe von Quedlinburg unbedingt zu besichtigen wären beispielsweise die Teufelsmauer, Thale und das Bodetal. Zur Teufelsmauer gibt es in Kürze einen separaten Post. Wer es gerne sehr verfallen und abgelegen mag – oder nennen wir es naturnah – sollte sich Richtung Alexisbad und Mägdesprung aufmachen. Dort warten auch die Selkefälle und selbst zur Hochsaison ruhige Wanderstrecken, die nicht wie etwa in Hahnenklee völlig überlaufen sind. Eine halbe Stunde Autofahrt bringt Wanderer zudemvon Quedlinburg zur Großen Teufelsmühle Richtung Friedrichsbrunn, gelegen inmitten eines schönes Fichtenwaldes. Wir mögen diese Ecken des Harzes ganz besonders, dort ist es noch wesentlich ursprünglicher und weniger voll. Touristenmassen verirren sich zwar nach Quedlinburg-Stadt, aber weniger in den südlicher gelegenen Harz rund um Gernrode, Harzgerode und Alexisbad.

Mehr Impressionen von Quedlinburg hier in der Galerie!

 

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Lisa
Unterwegs im Harz zu Lost Places, in der Natur und vor allem mit Hund.

Comments

Torsten
6. Juli 2019
Hallo Lisa, danke für diesen tollen Post und die vielen Tips, die für mich neu waren! :) Warst Du schon mal zur Adventszeit in Quedlinburg? Die Stadt hat den vielleicht schönsten Weihnachtsmarkt in der Harzregion - die Fachwerkhäuser bilden eine wunderschöne Kulisse und in über 30 Hinterhöfen findet der "Advent in den Höfen" statt. Ist unbedingt einen Tagesausflug wert! Beste Grüße Torsten
7. Juli 2019
Hey Torsten, das freut mich, vielen Dank! Noch nicht, nur in Goslar, was uns schon reicht. Bin kein großer Weihnachtsmarktfan, aber die im Harz sind wirklich sehenswert! Von dem Quedlinburger Weihnachtsmarkt hab ich schon gehört, der soll quasi der schönste Markt überhaupt sein - danke fürs Erinnern!

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