Sankt Andreasberg ist eine bekannte Urlaubsstadt und ehemalige Bergstadt im Oberharz und gehört zu Braunlage.

Sankt Andreasberg: eine alte Bergstadt am Nationalpark!

Sankt Andreasberg ist eine typische Oberharzer Bergstadt, die heute durch ein breites touristisches Angebot mit einer sagenhaften Natur besticht.

Als einzige der ehemaligen sieben Oberharzer Bergstädte liegt Sankt Andreasberg östlich des Höhenzuges Auf dem Acker, der sich im Norden vom Bruchberg bei Altenau kommend bis nach Sieber im Süden am Großen Knollen zieht. Trotzdem gehört Sankt Andreasberg zu dem Oberharz, eine Region, die vor allem historisch begründet wurde. Wo früher Bergbau den Lebensunterhalt der Einwohner darstellte, ist es heute der Tourismus. Sankt Andreasberg ist vor allem als Wintersportort bekannt und bietet gleichzeitig einen guten Ausgangspunkt, um den Nationalpark Harz mit dem Hochharz zu erkunden. Darüber hinaus ist man auch schnell im bekannten Braunlage und der Oderteich sowie die Odertalsperre sind ebenfalls nicht sehr weit entfernt. In letzter Zeit ist Sankt Andreasberg vor allem durch die ARD-Krimiserie Harter Brocken bekannt geworden. Auf einer Höhe von mindestens 580 m ü. N. N. gibt es in und um Sankt Andreasberg viel zu sehen.

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Von zahlreichen Bergen umgeben, bietet Sankt Andreasberg ein tolles Panorama!

Der Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg ist ein bekanntes Wintersportzentrum des Oberharzes und eine Alternative zum Wurmberg in Braunlage.
Sankt Andreasberg ist ein Ort des Harzes, der Wintersportler anzieht. Hier sieht man den bekannten Matthias-Schmidt-Berg. Dort ist es nicht ganz so voll wie auf dem Wurmberg, sodass er sich als Alternative anbietet, wenn es in Braunlage mal zu voll sein sollte.

Viele bekannte Berge des Oberharzes befinden sich bei Sankt Andreasberg. Braunlage und Torfhaus mit Ausblick auf Wurmberg und Brocken sind auch nur eine kurze Autofahrt entfernt.

Sankt Andreasberg gehört zu den Orten des Oberharzes, die über sehr steile Straßen verfügen. Dies mag zwar im Winter etwas mehr Aufmerksamkeit bei Fußgängern und Autofahren erforderlich machen, doch die Belohnung ist ein toller Ausblick auf den Harz in alle Himmelsrichtungen. Zu den bekannten Bergen rund um Sankt Andreasberg gehören insbesondere:

  • Jordanshöhe (723 m ü. N.N.)
  • Matthias-Schmidt-Berg (663 m ü. N.N.)
  • Beerberg (658 m ü. N.N.)
  • Glockenberg (627 m ü. N.N.)
  • Galgenberg (594 m ü N.N.)

Neben den Bergen, die schöne Aussichten und Möglichkeiten zum Wintersport bieten, findet man auch viele Bergwiesen in der Gegend um Sankt Andreasberg.

Weitere Berge des Harzes!

Möglichkeiten für einen Harzurlaub in Sankt Andreasberg!

Wandern, Mountainbiken oder einfach die Natur genießen: Sankt Andreasberg macht dies und vieles andere möglich!

Wie viele andere Orte des Oberharzes bietet Sankt Andreasberg ebenfalls vielfältige Freizeitoptionen für einen Urlaub im Harz bereitet. Dazu gehören schöne Wanderwege, nahe gelegene Talsperren wie die Odertalsperre und zahlreiche Wege für Mountainbiker. Im Herbst werden Pilzfreunde mit Sicherheit in den vielen Harzer Fichtenwäldern fündig und Fotofreunde haben vielfältige Motive, für die es sich nach Sankt Andreasberg zu kommen lohnt.

Die Ortsmitte von Sankt Andreasberg hat viele Straßen, die selbst für den Harz als sehr steil gelten.
Die Straßen in Sankt Andreasberg sind teilweise überaus steil. Im Winter muss man daher besonders gut aufpassen, denn es besteht erhebliche Rutschgefahr. Schnee und Eis dürfte aber die meisten Wintersportler sehr erfreuen.

Besondere Attraktionen in und um Sankt Andreasberg

  • Glockenturm (Wahrzeichen von Sankt Andreasberg)
  • Martini-Kirche (typischer Oberharzer Holzkirche)
  • Harzer Roller Kanarienvogel-Museum (siehe Harzer Roller)
  • Grube Samson (Historisches Bergwerk)
  • Sternwarte Sankt Andreasberg (höchste Sternwarte Norddeutschlands)
  • Rehberger Graben (Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft)
  • Oderteich (Teil des Oberharzer Wasserregals)
  • Kurpark mit Hochseilgarten und Kletterpark (für Kinder ab 8 Jahren und min. 130cm Körpergröße, max. 100 kg bei Erwachsenen)

Wintersport in und um Sankt Andreasberg!

Aufgrund der Höhenlage ist Sankt Andreasberg relativ schneesicher und neben Braunlage sowie Hahnenklee-Bockswiese ein beliebter Wintersportort des Harzes. Besonders bekannt als Zentrum des Wintersports ist der Matthias-Schmidt-Berg.

Ein Schwabbogen mit Bergbaumotiven in Sankt Andreasberg im Oberharz.
Im Zentrum von Sankt Andreasberg steht ein großer Schwibbogen mit Motiven aus dem Bergbau. Wer sich mit der Geschichte dieser Bergstadt auskennt, den verwundert dies nicht. Diese Form der Weihnachtsdekoration stammt aus dem Erzgebirge. Dort kamen einst erfahrene Bergleute in den Oberharz. Die Bergfreiheiten machten dies attraktiv. Zusammen mit den Bergleuten kam auch deren Kultur und vor allem Mundart.

Neben den vielen Loipen, die Skilangläufer ansprechen, ist es vor allem der alpine Wintersport, für den die Gegend um Sankt Andreasberg bekannt ist. Dazu gehört gerade auch der Ortsteil Sonnenberg mit gleichnamigen Berg, welcher sogar 853 m hoch ist (vgl. Bocksberg mit 726 m ü N.N.). Doch besonders beliebt ist der Matthias-Schmidt-Berg mit seinen 663 m ü N.N., der neben dem Beerberg liegt und bereits 1929 Ort eines Slalomwettbewerbs war. In den früheren 1970er Jahren wurde das Skigebiet massiv ausgebaut, sodass das Skizentrum Matthias-Schmidt-Berg heute über sechs Pisten von insgesamt etwas mehr als 4 km Länge und 140 m Höhenunterschied verfügt. Die Beförderung der Wintersportler ist mit zwei Doppelsesselbahnen und zwei Schleppliften sichergestellt. Skifahren bei Flutlicht ist ebenfalls möglich und eine moderne Beschneiungsanlage sorgt für ausreichend Schnee auf den Pisten. Eine 550 m lange Sommerrodelbahn ergänzt das Angebot dieses Harzer Berges zusammen mit einem Bikepark und gastronomischen Angebot auf dem Gipfel sowie im Tal. Am Kurhaus befindet sich zudem ein toller Rodelhang, der im Winter bei Kindern sehr beliebt ist aber auch den ein oder anderen Erwachsenen die Möglichkeit zu einer rasanten Abfahrt bietet. Snowtubing als moderne Alternative zum klassischen Rodeln ist im sogenannten Teichtal möglich.

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Ein kurze Geschichte von Sankt Andreasberg: Vom Bergbau geprägt.

Der gesamte Oberharz hat seine frühere Entwicklung vor allem dem Bergbau zu verdanken, der über Jahrhunderte hinweg den Hauptwirtschaftszweig der Region darstellte. Dies trifft auch auf Sankt Andreasberg zu. Das Wahrzeichen der Stadt ist dabei der Glockenturm auf dem Glockenberg.

Wandern im Harz kann man in und um Sankt Andreasberg sehr gut.
Wie in anderen Harzer Urlaubsorten auch, kann man in Sankt Andreasberg sehr gut wandern. Im Winter muss man natürlich entsprechend gekleidet sein. Im Sommer kann der Oberharz an manchen Tagen aber dazu dienen, sich ein wenig abzukühlen, wenn es in der Ebene zu heiß ist. Ohnehin sind alle Oberharzer Bergstädte für einen Urlaub in allen vier Jahreszeiten bestens geeignet.

Sankt Andreasberg blick wie die anderen Oberharzer Bergstädte ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück, die mit dem vom Kloster Walkenried begonnenen Bergbau seinen Anfang fand. Eine urkundliche Erwähnung von „sanct andrews berge“ findet sich erst in einem Dokument von 1487. Der Bergbau wurde im 12. Jahrhundert aufgenommen und kam durch eine Pestwelle zum Erliegen, sodass Sankt Andreasberg sich erst nach dem Erlass der Bergfreiheiten wieder weiterentwicklen konnte. Die damit verbunden Privilegien führten zum Zuzug von erfahrenen Bergleuten aus dem Erzgebirge, sodass sich ein ganz eigener Dialekt (Oberharzer Mundart) dort entwickelte. Diesen hört man heute kaum noch, doch viele ältere Menschen aus dem Oberharz kennen ihn noch oder sprechen diesen gar noch ein wenig. Als Sankt Andreasberg die Stadtrechte im Jahr 1535 verliehen worden sind, gab es dort mehr als 100 Gruben und fast 1.000 Bergleute, die der harten Arbeit im Bergbau nachgingen. Der Silberbergbau machte Sankt Andreasberg sogar zwischenzeitlich zur größten Bergstadt des Oberharzes im Jahr 1575. In 1796 ereignete sich dann die größte Katastrophe der Stadt, als ein Großfeuer, mehr knapp 250 Gebäude zerstört, worunter sich auch die Kirche und das Rathaus befanden. Man entschied sich hiernach den Glockenturm auf einen Berg oberhalb Sankt Andreasberges, dem heutigen Glockenturm, zu verlegen, der sich zum Wahrzeichen dieser Oberharzer Bergstadt entwickelte. Die Holzkirche verfügt dementsprechend nur über eine recht kleine Glocke, die im Anfang des 19. Jahrhunderts errichteten.

Mehr über den Bergbau im Harz erfahren!

Der Ende des Bergbaus vollzog sich auch in Sankt Andreasberg Anfang des 20. Jahrhunderts.

Von Sankt Andreasberg aus ist man sehr schnell am Matthias-Schmidt-Berg mit seinen Wintersportmöglichkeiten.
Von der Ortsmitte aus ist es nicht weit zum Matthias-Schmidt-Berg. In der warmen Jahreszeit kann man dort die Sommerrodelbahn nutzen. Gastronomie ist ebenfalls vorhanden.

Sankt Andreasberg war wie die meisten anderen Oberharzer Bergstädte maßgeblich vom Niedergang des Bergbaus betroffen. 1910 endete die Zeit des Bergbaus, da dieser schlichtweg unwirtschaftlich geworden war, der durch andere Wirtschaftszweige nur etwas aufgefangen werden konnte. Dazu gehörte vor allem der aufkommende Tourismus sowie der Kurbetrieb und die Holzverarbeitung. Sankt Andreasberg war zum Beispiel offiziell von 1965 bis 2010 heilklimatischer Kurort. Heute spricht man von ganz kurz von einem Luftkurort. Während der Zeit des Nationalsozialismus setzte man dann auch auf die Rüstungsindustrie. Während des Zweiten Weltkrieges wurden dort Zwangsarbeiter eingesetzt, sodass es zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit kam. In den letzten Kriegswochen war Sankt Andreasberg im Gegensatz zu anderen Harzer Städten und Orte Ziel mehrerer Bombenangriffe und wurde auch in die Kampfhandlungen miteinbezogen. Im Nachkriegsdeutschland konnte sich Sankt Andreasberg bis ins Jahr 2011 hinein als kleinste selbstverwaltete Stadt Niedersachsens behaupten. Heute gehört Sankt Andreasberg zur Stadt Braunlage.

Sankt Andreasberg im Fazit: Typisch Oberharz und oftmals kalt!

In Sankt Andreasberg ist es oftmals deutlich kälter als in vielen anderen Urlaubsorten des Harzes. Wintersportler freut dies mit Sicherheit, denn dies bedeutet sportlichen Spaß auf dem Matthias-Schmidt-Berg oder am Rodelhang!

Die Kirche im Stadtzentrum vom Sankt Andreasberg im Oberharz.
Typisch Harz: Eine Kirche, die größtenteils aus Holz gebaut ist. Man kann zurecht sagen, dass es sich bei Sankt Andreasberg um eine waschechte Bergstadt mit dem dazugehörigen etwas rauen Flair handelt.

Bei Sankt Andreasberg handelt es sich um einen typischen Oberharzer Urlaubsort, der auf eine lange Geschichte zurückblickt und einen besonderen Charme versprüht. Alle Freizeitaktivitäten, für die der Harz bekannt ist, sind dort machbar. Gerade Wintersportler finden in Sankt Andreasberg eine attraktive Alternative, wenn in Braunlage zu viel los ist oder man einen anderen Berg als den Bocksberg bei Hahnenklee erleben möchte. In Sankt Andreasberg ist es jedoch aufgrund der Höhenlage oftmals deutlich kälter als in den anderen Städten und Orten des Oberharzes. So kann das Wandern in Wildemann oder Lautenthal beispielsweise im Winter noch sehr angenehm sein, während man in Sankt Andreasberg gefühlt dickt eingepackt sein sollte. Dies liegt vermutlich an dem Wind, dem man in Sankt Andreasberg deutlich häufiger ausgesetzt ist. Aber für Wintersportler und rodelbegeisterte Kinder dürfte dies kein echtes Problem darstellen! Im Sommer ist dann Sankt Andreasberg natürlich auch etwas kühler, wenn man sich der Hitze im Umland entziehen möchte. Daneben sind die Städte am südlichen Harzrand wie Bad Lauterberg, Bad Sachsa oder Walkenried schnell zu erreichen.

Mehr Bilder von Sankt Andreasberg!

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