Die Mandelholztalsperre im Harz liegt zwischen Elend und Königshütte.

Die Mandelholztalsperre

Daten & Fakten zur Mandelholztalsperre

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  • Gesamteinzugsgebiet: 34,5 m2
  • Jahresabfluss: ca. 22 Mio m3
  • Maximale Tiefe: 18 m
  • Stauseefläche (Vollstau): 58 ha
  • Inbetriebnahme: 1957
  • Nutzung: Niedrigwasseraufhöhung, Hochwasserschutz und Energieerzeugung
  • Lage: Mandelholz selbst ist ein Weiler des Ortsteils Elend, Stadt Oberharz am Brocken, im Harz bei Königshütte. Dort fließen die Wormke und die Kalte Bode zusammen.

Die Nutzung der Mandelholztalsperre

Wandern mit und ohne Hund an der Mandelholztalsperre im Harz.
An der Mandelholztalsperre ist es einfach herrlich – besonders im Sommer! Wandern (mit oder ohne Hund) lässt es sich dort sehr gut. Die Mandelholztalsperre liegt relativ zentral im Harz, zwischen Elend und Königshütte – und gar nicht weit entfernt von Braunlage.

In der Nähe von Königshütte befindet sich die Mandelholztalsperre, eine der schönsten, wenn auch der kleineren Talsperren im Harz. Die Mandelholztalsperre erfüllt, wie die meisten Wasserbauwerke dieser Art, gleich mehrere Zwecke und besteht aus dem eigentlichen Stausee, einem Damm sowie den Betriebsgebäuden. Ähnlich wie beispielsweise die Innerstetalsperre wird die Mandelholztalsperre natürlich auch zur Naherholung genutzt und ist ein beliebtes, wenn auch überregional nicht sehr bekanntes, Ausflugsziel. Im Harz gibt es zahlreiche Talsperren, die sowohl die Harzlandschaft prägen und sich ebenso zu fest etablierte Touristenmagneten entwickelt haben, was unter anderem für die Rappbodetalsperre und die Okerstalsperre gilt. Mit einer Stauseefläche von 58 ha bei Vollstau ist die Mandelholztalsperre keineswegs so groß wie etwa der Okerstausee, ist jedoch ein unverzichtbarer Bestandteil des „Hochwasserschutzbeckens Kalte Bode“, welches, wie der Name bereits verrät, zum Bodesystem gehört. Zu den Talsperren des Bodesystems gehören noch die Rappbodetalsperre, die Rappbodevorsperre, Hasselvorsperre, aber auch die Talsperre Wendefurth, die Überleitungssperre Königsshütte und natürlich die Mandelholztalsperre als eine der sechs Wasserbauwerke.

Die Geschichte der Mandelholztalsperre

Schon vor dem eigentlichen Bau dieses Stausees bei Elend und Königshütte gab es die Wormketalsperre, auch Mandelhölzer Teich genannt, im Bereich der heutigen Mandelholztalsperre. Der Wasserversorgung der damaligen Eisenhütten Lüdersdorf, Neue Hütte, Rothehütte sowie Zur Bast (Basthütte) dienend, entstand die Wormketalsperre vor dem 15. Jahrhundert. Der Fluß Wormke wurde dort aufgestaut. Ein sehr starkes Hochwasser und der damit einhergehender Dammbruch im Juli 1855 hinterließen verheerende Schäden im heutigen Königshütte (damals noch Königshof) und im umliegenden Ort Rothehütte. Ähnliche Schäden traten immer wieder an den Teichen des Oberharzer Wasserregals weiter westlich auf. Auf eine Neuerrichtung der damaligen Talsperre wurde verzichtet. Die Planungen und Ausführungen eines neuen Stausees in dem Areal begannen fast 100 Jahre später.

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Der Staudamm der Mandelholztalsperre im Harz.
Eine Wanderung an der Mandelholztalsperre kann auch über den Staudamm Richtung Wald führen.

Vor Baubeginn der Mandelholztalsperre, ab dem Jahr 1952, wurde jedoch erst einmal die Kalte Bode umverlegt. Nach fünf Jahren Bauzeit nahm die Mandelholztalsperre im November 1957 ihren Betrieb auf. Ziemlich genau ein Jahr später, im November 1958, erfolgte die Freigabe des Vollstaus des Hochwasserschutzbeckens Kalte Bode. Ein nachträglicher Aufbau der Mandelholztalsperre Ganz so reibungslos lief es in den ersten Betriebsjahren nicht, denn bei Tauwetter im Frühjahr trat stauendes Wasser am Dammvorfeld auf. Eine Möglichkeit zur Entwässerung des Staudamms der Mandelholztalsperre musste her und wurde im Rahmen einer Entwässerungsleitung 1966 umgesetzt. Das Hochwasserschutzbecken Kalte Bode, wie die Mandelholztalsperre ebenfalls heißt, wurde mit einem Damm, dessen Stützkörper aus Geröll und Kies gebesteht, gebaut. Der Erddamm verfügt seitdem über einen betonierten Kontrollgang. Die Staudammhöhe beläuft sich auf etwa 27 m, je nach Messort. Die letzte Überflutung ist auf das Jahr 1994 datiert, einhergehend mit dem Hochwasser.

Wie wird die Mandelholztalsperre gewartet?

Die Nutzung der Mandelholztalsperre mit einer Infotafel erklärt.
An der Mandelholztalsperre findet man zwar keine Dennert-Tanne, dafür jedoch eine sehr informative Tafel. Dort kann man sich über den Zweck der Talsperre eingehend informieren.

Wie alle Talsperren im Harz und in Deutschland wird natürlich auch die Mandelholztalsperre regelmäßig überwacht und vermessen. In Ergänzung zu den obligatorischen Temperatur- und Pegelmessungen werden die Höhenveränderungen des Damms der Mandelholztalsperre über ein Festpunktsystem kontrolliert. Eine Sickerwassermessung sowie eine Sohlendruckwassermessung erfolgt ebenfalls im Rahmen des Talsperrenbetriebs. Die Eigenkontrollen der Talsperrenbetriebe Sachsen-Anhalt werden immer auch durch weitere Überprüfungen der Anlagen vervollständigt.

Weitere Talsperren im Harz

Ein Besuch der Mandelholztalsperre

Nicht so überlaufen und nicht ganz so direkt an der Straße gelegen wie z.B. Teile der Innerstetalsperre, ist die Mandelholztalsperre definitiv einen Ausflug wert. Dementsprechend wirkt die Mandelholztalsperre ein wenig natürlicher und sehr begrünt. Baden ist nicht erlaubt, das Angeln jedoch schon. Besonders lohnenswert sind Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an der Mandelholztalsperre für Fotos, vor allem mit einem sehr weitwinkligen Objektiv. In der Umgebung gibt es viele Wanderstrecken zur/ab der Mandelholztalsperre, empfehlenswert ist auch eine Wanderung von Elend zu dem Stausee und dann weiter bis nach Königshütte oder Elbingerode. Die Überleitungssperre Königshütte ist zudem auch einen Besuch wert.

Weitere Bilder von der Mandelholztalsperre

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