Interview # 2 – Menschen im Harz – Becci (Dogtrekking HARZ)

Interview # 2 – Menschen im Harz – Becci (Dogtrekking HARZ)

1. Becci, Du bist mit Deinen Hunden im Bereich Dogtrekking sehr aktiv und hast viele Ecken des Harzes kennengelernt – warum eignet sich aus Deiner Sicht ein Urlaub / ein Ausflug im Harz mit Hunden besonders gut? Und worauf muss man achten? (Stichwort Wild, Zecken, usw.)

Ich habe den Harz immer sehr hundefreundlich erlebt. Man kann einfach so herrlich stundenlang im Harz umherschweifen und es gibt immer wieder neue und unterschiedliche Ecken und Wege zu entdecken.
Wenn man sich dabei nicht nur unbedingt an den bekannten Ecken wie z.B. Torfhaus aufhält, kommt es auch oft vor, dass man keinem Menschen unterwegs begegnet. Die Harzer Wandernadel kann hier eine hilfreiche Stütze sein, weil man so an Stellen kommt, die man vorher vielleicht nicht berücksichtigt hätte.
Manchmal fragt man sich, ob man wirklich noch mitten in Deutschland ist. Man kann dabei so herrlich entspannen und findet hier dabei optimale Trainings-Bedingungen für die offiziellen Dogtrekking Abschreibungen, die bei 80 km und mehr anfangen.
Zu beachten gibt es eigentlich nur die Vorschriften zur Leinenpflicht. Im Nationalpark und in Thüringen gilt sie zum Schutz der Tiere sowieso ganzjährig, in Sachsen-Anhalt vom 01. März bis 15. Juli und in Niedersachsen vom 01. April bis zum 15. Juli.

Bild vom Dog Trekking im Harz hinauf zu einem Felsen.
Man kann es sehen: Beim Dogtrekking mit Becci im Harz haben Hunde Spaß.

2. Du wohnst seit einiger Zeit im Harz. Was genau fasziniert Dich an dieser Region und was könnte Deiner Meinung nach besser laufen bzw. wo gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Man findet hier einfach alles was man möchte: von der Ruhe und Einsamkeit bis hin zu gemeinsamen Wanderungen oder spontanen Begegnungen mit Gleichgesinnten.
Die Landschaft ist einfach wunderschön. Wenn man gerne in der Natur ist, findet man nicht nur ausgedehnte Wälder, sondern auch tolle Felsformationen, wilde Flussläufe, etliche Wasserfälle und jede Menge Stauseen. Besonders im Sommer bieten die Teiche in der Nähe von Clausthal eine willkommene Erfrischung. Das bedeutet für mich Lebensqualität. Ich lebe einfach gerne hier. Ich finde auch, dass der Harz sich gut entwickelt. Das Angebot, gerade im sportlichen Bereich, wird immer besser, zumal die geographische Lage mitten in Deutschland sehr viel Potential mit sich bringt. Ich sehe da ganz positiv in die Zukunft.

3. Für wen eignet sich ein Harzaufenthalt besonders?

Gerade für sportlich Aktive bietet der Harz zahlreiche Möglichkeiten. Man kann sich hier nach Herzens Lust austoben, sei es beim Wandern, mit dem Mountainbike, beim Klettern oder im Winter beim Langlaufen. Ich könnte die Liste noch ewig weiterführen. Aber selbst für jemanden, der nicht nach sportlichen Aktivitäten sucht, gibt es hier viele Ecken, wo eigentlich fast jeder das finden kann wonach er sucht. Sei es Aktivität oder aber eher Ruhe.

4. Was sind Deine persönlichen Lieblingsorte im Harz und warum lohnt sich dort ein Besuch?

Mir persönlich gefallen beim Wandern mit Hund immer die sogenannten Stiege besonders gut, weil hier das Teamwork mit meinen Hunden in besonderem Maße gefragt ist. Als Beispiele seien hier mal der Magdeburger Weg, der Märchenweg oder der Butterstieg genannt. Hier geht es quer über Wurzelwerk und über Stock und Stein. Ansonsten gefallen mir auch immer Gegenden mit vielen Klippen, wie z.B. das Okertal, die Gegend um Ilsenburg oder der Hohnekamm. Wälder gibt es ja auch in anderen Gegenden, aber diese Felsformationen und die schmalen Trampelpfade sind das, was für mich persönlich den Harz so Besonders machen.

Bild von Hunden beim Wandern im Harzurlaub.
Über steinige Wege geht es beim Dogtrekking zusammen mit den pelzigen Freunden durch eine typischen Harzer Nadelbaumwald. Die Touren bei Beccis Dogtrekking sind auf bis zu 40 km ausgelegt. Kondition sind bei Mensch und Tier gefragt.

5. Du planst vielfältige Touren mit Hund in der gesamten Harzregion. Was ist Dir wichtig, wenn Du die Strecken begehst und welche Voraussetzungen müssten Hund und Besitzer mitbringen, wenn sie an einer Wanderung teilnehmen möchten?

Ich bin der Ansicht, dass jeder aus dem Stehgreif eine Wanderung von 15 km schaffen kann, zumal man mit dem Hund ja eh jeden Tag spazieren geht.
Die Touren sind meist auf 35-40 km ausgelegt, wobei eine Abkürzungsmöglichkeit nach 15 km mit eingeplant wird, damit auch Neulinge sich an das Zughundwandern herantasten können. Ich versuche, die Strecken vorweg schon teilweise abzugehen und stelle dann vorher ein paar Bilder in die Facebook Gruppe hinein, damit sich die Teilnehmer vorweg zumindest ein wenig über die Route informieren können und wissen, was sie ungefähr erwartet.
Generell empfehle ich ein Zuggeschirr, eine Jöringleine mit Ruckdämpfer und einen Bauchgurt, an dem die Leine befestigt wird. Das ist einfach für Mensch und Hund angenehmer. Und wenn der Hund dabei an dem Geschirr zieht, ist das in diesem Fall sogar gewünscht, weil man dann etwas zügiger vorankommt. Ansonsten genügend zu trinken und eventuell etwas zur Stärkung für unterwegs.
Aufgrund der Gruppengröße besteht bei den Veranstaltungen auch immer Leinenpflicht, damit es zu keinen Rangeleien untereinander kommen kann. Wer Interesse hat, kann sich gerne der Facebook Gruppe Dogtrekking HARZ anschließen oder eine E-Mail an dogtrekkingharz@gmail.com schreiben. Jeder ist willkommen!

Mehr Eindrücke vom Dogtrekking HARZ mit Becci!

Hunde beim Dogtrekking in einem Harzer Laubwald
Auch die Hunde mögen Abwechslung: Hier eine Dogtrekking-Tour durch einen Laubwald.
Hunde im Harz beim Dogtrekking auf einem sehr steilen Weg.
Geschick ist gefragt, wo es ein wenig steiler wird. Die Aussicht belohnt am Ende für vorherige Mühen.

Hunde im Harzurlaub
In höheren Lagen findet man nicht selten Schnee im Harz, auch wenn woanders der Frühling schon im Gange ist.
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Lisa
<p>Harz- und naturbegeistert, Faible für Fotografie im Allgemeinen und Vintage-Linsen im Speziellen. Hunde ♥ Bäume ♥ Wälder ♥ Wiesen ♥ Teiche ♥ Natur</p>

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