Ein Mufflon im Wildpark Christianental in Werngerode am Harz.

Der Wildpark Christianental in Wernigerode – ein Besuch

Ok, mehr als ein Besuch, wir waren schon zweimal innerhalb kurzer Zeit da, denn Waschbären, Füchse und Wildschweine zeigten sich zunächst nicht alle. Eingebettet in zahlreiche historische Wanderwege und unweit der Innenstadt, gehört der Wildpark Christianental zu den beliebten Zielen in Wernigerode. Zum Schloss ist es zu Fuß im Übrigen nur etwa 1 km und die gute Ausschilderung ermöglicht es, einfach weitere Wanderwege drum herum zu erschließen. Zu den bekannten Pfaden gehört der Annaweg, der vom Tierpark direkt zum Schöne-Eichen-Platz führt. Der Agnesberg mit großartigem Schloss-Blick ist ebenfalls direkt vom Tierpark Christianental aus zu erreichen und gut ausgeschildert. Da es uns beim ersten Abstecher zum Wildpark Wernigerode so gut gefallen hat und wir den Podi dorthin mitnehmen können, waren wir innerhalb von einer Woche 2x bei den Tierchen im Tierpark. Hunde dürfen angeleint mitkommen und der Eintritt liegt bei nur 1 €, was hoffentlich viele Besucher zu Spenden in die aufgehängten Kästchen einlädt. Der hübschen Innenstadt und dem großartigen Luftfahrtmuseum Wernigerode statteten wir ebenfalls jeweils einen Besuch ab − dazu kommt je ein separater Beitrag.

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Eulen, Käuze, Eichhörnchen − und so viele andere heimische Tiere im Wildpark

Carsten ist ein weißer Dammhirsch aus dem Wildpark Christianental in Wernigerode.
Im Wildpark Christianental gibt es eine Vielzahl an faszinierenden Tieren. Hier seht Ihr Carsten. Carsten ist ein weißer Dammhirsch. Man könnte zunächst meinen, dass Carsten ein Albino sei, dem ist aber nicht so. Er ist einfach ein seltener weißer Hirsch und fühlt sich im Wildpark Christianental sehr wohl.

Niedliche Tiere, zahlreiche Eulen und eine wirklich sehr gepflegte Anlage mit guter Ausschilderung. Aber Achtung: Der Weg, der durch den Wildpark Christianental führt, wird von Autos und Radfahrern rege genutzt, was nicht ganz so entspannt ist, wenn man mit Hund und/oder Kind unterwegs ist, denn es fährt halt ständig jemand durch. Alle anderen Vorteile wiegen diesen Aspekt jedoch ohne Weiteres auf. Wo auch immer man Eulen sehen kann, bin ich dabei. Schön, dass man im Wildpark von Wernigerode nicht nur Waldohreulen, Schnee- und Schleiereulen betrachten darf, sondern zudem einen kleinen Steinkauz sieht. Im Vergleich zu den riesigen Uhus ein Winzling. Auch gibt es heimische Singvögel wie Gimpel, diverse Raubvögel und zahlreiche Nagetiere im Tierpark Christianental: Meerschweinchen, Degus, Kaninchen und Eichhörnchen. Eichhörnchen sind natürlich undankbare Fotomotive, denn kaum ein Tier schlägt so schnell Haken und ist so verdammt flink. Den Harzer Roller trifft man doch eher in Sankt Andreasberg an. Im Wildpark Wernigerode hatte ich daher mehr als ein bisschen Glück, dass die Eichhörnchen mal eine kurze Pause eingelegt haben und sich fotografieren ließen. Die Gitter im Tierpark Christianental verlangen im Übrigen vor allem nach Brennweiten um 200mm an APS-C, damit keine störenden Linien und Gitterstäbe auf den Fotos zu sehen sind. Nicht immer ganz einfach, aber mit ein wenig Übung ging es. Kürzere Belichtungszeiten sind bei Tieren in Bewegung unerlässlich und die Bäume schlucken zudem viel Licht. Mit längeren Brennweiten ist es bei Sonnenschein entsprechend einfacher, um an unverwackelte Tierfotos zu kommen. Wer eine längere Brennweite dabei hat und kein Lichtstarkes Objektiv, wird es bei trübem Licht wesentlich schwerer haben.

Frischlinge beim zweiten Besuch

Eine Schneeeule im Wildpark Christianental, der sich im Stadtgebiet von Wernigerode befindet.
Hier eine Schneeeule, die ganz entspannt die Besucher beobachtet. Warum auch nicht, schließlich ist der Wildpark Christianental ein beliebter Ausflugsort in Wernigerode und zieht viele Harzurlauber an. Ein Besuch im Wildpark halten wir für sehr empfehlenswert.

Eins vorweg: Wildschweine flößen mir echt Respekt ein. Der Keiler, den wir als erstes Tier im Gegehe sahen, war echt eine Hausnummer. In freier Wildbahn möchte ich diesem Riesentier wirklich nicht begegnen. Umso niedlicher wirkten die kleinen Frischlinge als Kontrastprogramm neben ihm, die schon wie die großen Wildschweine fleißig die Erde des Wildparks in Wernigerode umpflügten. Es hat sich also voll und ganz gelohnt, noch einmal ein zweites Mal hinzufahren. Ein dritter Besuch steht ohnehin an, da wir ganz gespannt auf die Waschbären und die Luchse sind, die wir dort noch nicht gesehen haben.

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Besonders einfach zu fotografieren: Widder und Ziegen

In das Gehege der Ziegen kann man im Übrigen hineingehen und da die Ziegen nicht von den Besuchern gefüttert werden, sind sie − im Gegensatz zu anderen Streichelzoos − hier im Wildpark Wernigerode sehr entspannt. Lebhaft und neugierig sind die Widder, die meist direkt an den Zaun kommen. Die Warnschilder am Gehege sind nicht „einfach so“ angebracht. Glück hatten wir auch hier, denn das Licht war günstig und es gab sogar ganz kleine Widderchen zum Bestaunen, die neugierig an den Zaun kamen. Nicht immer hat man im Harz das Glück, Rot- oder Schwarzwild vor die Linse zu bekommen. Viele Tiere sind erst in der Dämmerung aktiv und selbst wenn man sie sieht, muss das Objektiv bei der Dunkelheit schon sehr lichtstark sein, um das Wild oder die Vögel in der Dämmerung scharf abzulichten. Meist sind die Begegnungen auch so schnell vorbei, dass kaum reagiert werden kann.

Historische Architektur – und sogar eine Pension

Ein Rehkitz im Wildpark Christianental der Stadt Wernigerode am Harz.
Rehkitze gibt es selbstverständlich auch im Christianental. Was wäre ein Tierpark im Harz ohne die klassischen Wildtiere?!

Was hier im Wildpark Christianental wirklich auffällt, ist, neben der Gepflegtheit der gesamten Anlage und den herrlichen alten Bäumen mit Nistkästen, die Architektur der dazugehörigen Gebäude. Es gibt ein Restaurant im Tiroler Stil mit herrlichem Biergarten und auffällig schöner Bepflanzung. Für uns war es im Herbst leider zu kalt für dieses Angebot, aber der nächste Sommer kommt bestimmt. Zu dem gastronomischen Bereich des Wildparks Christianental gehört sogar eine Pension mitten im Tierpark. Die vier Nichtraucherappartments, die dort gemietet werden können, fangen preislich bei 32 € pro Person und Übernachtung an, was überaus günstig ist. Direkt neben dem Haupthaus befindet sich ein süßes kleines Ferienhäuschen mit eigener Terrasse und direktem Waldzugang. Näheres unter christianental-wernigerode.de. So weit weg von dem Rest Wernigerodes liegt der Tierpark im Übrigen nicht, denn in entspannten 15 Minuten ist man zum Schloss gelaufen, sodass ein Urlaub mitten im Tierpark eine gute Idee ist wie wir finden. Ursprünglich gehörte das Areal des Tierparks zu dem Tiergarten der Grafschaft Wernigerode und 1779 startete bereits der Gastbetrieb − ein Ort mit langer Tradition also. Namensgeber war Graf Christian Ernst, der im 18. Jahrhundert regierte. Und wo Unterkünfte für Menschen so schön sind, darf ein Insektenhotel natürlich ebenfalls nicht fehlen, denn diese spielen in der Natur des Harzes, wenngleich vielleicht nicht auf so spektakuläre wie eine Schleiereule, eine wichtige Rolle.

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Lohnt sich ein Besuch im Wildpark Christianental?

Ein Degu im Wildpark Christianental bei Wernigerode am Harz.
Es wohnen auch kleinere Tiere im Wildpark Christianental. Hier ein kleiner Degu, der auf uns ganz tiefenentspannt wirkte.

Ja, unbedingt! Wer Tiere mag, gerne fotografiert und/oder einfach nur einen entspannten Tag haben will, ist hier absolut richtig. Auf unkomplizierte Weise kann man den Spaziergang dort einfach verlängern, die historischen Wanderwege drum herum erlaufen oder einfach in die Innenstadt oder zum Schloss gehen. Fotomotive und Sachen zum Erkunden gibt es ja in ganz Wernigerode − von der Harzer Schmalspurbahn bis zum Rathaus und der Innenstadt, um nur einiges zu nennen. Ein großes Plus sind dazu die kostenfreien Parkplätze direkt vor dem Tierpark. Wir kommen definitiv sehr bald wieder, dann hoffentlich mit aktiven Waschbären und Luchsen, die unbedingt noch angeschaut und fotografiert werden müssen.

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