Wanderung von Bockswiese zum Kuttelbacher Teich

Wanderung von Bockswiese zum Kuttelbacher Teich

Heute möchte ich Euch eine kurze Wanderung vorstellen, die eher zu den bekannteren Wanderstrecken gehört, aber dennoch wirklich erlebenswert ist. Der Wanderweg führte vom Kleinen Kurpark in Bockswiese über den Kuttelbacher Teich, um von dort bis kurz vor Hahnenklee zu wandern, wo es dann scharf rechts Richtung Bockswiese abging. Warum ich Euch von diesem Wanderweg berichte? Weil er leicht – und damit für Wanderneulinge gut geeignet – ist, durch einen schönen Nadelwald führt und man sich an vielen Infotafeln über die Natur des Oberharzes informieren kann. Zudem kann man die Gegend um Hahnenklee-Bockswiese so gut kennenlernen und man ist bezüglich der zurückzulegenden Wegstrecke völlig flexibel. Ohne Weiteres kann man den Spaziergang bis nach Wildemann ausweiten und um einige Kilometer ergänzen. Oder aber man schließt noch die Wanderung um die Grumbacher Teiche an.

Los geht es in Bockswiese am Kleinen Kurpark

Hund im Harzurlaub bei Bockswiese
Der kleine Podenco freut sich auf einen langen Spaziergang entlang des Kuttelbacher Grabens!

Unsere Wanderung beginnt am Kleinen Kurpark, wo ein nachgebautes und funktionsfähiges Wasserrad an den einstigen Bergbau im Oberharz und an die Funktion des Oberharzer Wasserregals erinnert. Am Ortseingang von Bockswiese, genauer gesagt an den Glascontainern, befindet sich der Parkplatz, von dem es losgehen kann. Von dort gehen wir Richtung Hauptstraße und überqueren diese in etwa auf der Höhe der Bushaltestelle. Rechts geht es direkt in den Wald, wo man zunächst auf eine Sammlung verschiedener Steine des Harzes trifft. Auch Dennert-Tannen erinnern an den Grubenbetrieb und die Geschichte des Bergbaus in der Region. Man läuft entlang des Kuttelbacher Grabens, der über eine Länge von etwas mehr als 1,5 km verfügt und bereits im 17. Jahrhundert errichtet worden ist.

Ein gut ausgebauter Wanderweg am Kuttelbacher Graben

Sitzbank im Oberharz bei Bockswiese.
Auf dem Weg zum Kuttelbacher Teich passiert man zahlreiche Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Der Wald ist typisch für den Oberharz.

Beim Wandern mit meinem kleinen Podenco fiel mir die gute Qualität des Weges am Graben auf. Dieser ist anscheinend durch Generationen von Wanderern – und vielleicht auch schon von Bergleuten – festgetreten und ermöglicht auch das Fahren mit dem Rad. Wurzeln und potenzielle Stolperfallen gibt es so gut wie gar nicht. Kein Wunder also, als man auf die typischen Wegweiser der Volksbank Arena Harz traf. Darüber hinaus gefiel mir die Lage des Weges am Hang sehr gut. Viele Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein und die Infotafeln, die beispielsweise über Säugetiere im Wald oder über den für Bäume schädlichen Borkenkäfer berichten, tragen ebenfalls zu dem Wandererlebnis bei. Auf der ganzen Streck, sind Asti und mir keine andere Person begegnet. Harztypische Ruhe und Entspannung also! Keine großen Wandergruppen, kein Müll.
Besonders schön fand ich die Station „Gerenne“, an der eine kleine Holzbrücke zu einer Sitzbank neben einem Bach führt. Dort dient ein halbierter und ausgehöhlter Teil eines Baumstammes als offenes Wasserrohr, an dem das Wasser abfließen kann und man ein angenehmes Plätschern wahrnimmt. Gerade im Sommer stelle ich mir diese Stelle als sehr angenehm vor. Weiter geht es!

Weiter geht es Richtung Kuttelbacher Teich

Bild vom Ufer des Kuttelbacher Teiches bei Hahnenklee-Bockswiese.
Vom Ufer aus erhält man einen schönen Ausblick auf den Kuttelbacher Teich, der im Sommer als Waldseebad genutzt wird.

Und weiter gehen wir den Weg entlang, wobei wir an einer weiteren Infotafel des Harz Klubs passieren. Der Kuttelbacher Graben wird kleiner und man erkennt dann schon recht schnell, dass der Weg endet. Dort, wo die Dennert-Tanne (Tafel 8.1.) am anderen Ende des Kuttelbacher Grabens Informationen zur Verfügung stellt, befindet sich der Damm des Kuttelbacher Teiches. Hier muss man ein paar Treppenstufen hinauf und befindet sich auf einem Parkplatz an der Straße zwischen Hahnenklee-Bockswiese und Lautenthal, die den Erddamm des Teiches nutzt. Nicht verwunderlich war es, dass man keine Boote oder Schwimmer auf dem Kuttelbacher Teich sehen konnte – einfach noch viel zu kalt. Dennoch konnte man auch hier erahnen, wie schön das Panorama im Sommer sein wird. Ein Café mit rundem Anbau war zwischen den Nadeln der Bäume vom gegenüberliegenden Ufer gut erkennbar. Einfach nur toll!

Der letzte Abschnitt der Tour: Vom Kuttelbacher Teich zurück nach Bockswiese

Nun ging es vom Kuttelbacher Teich Richtung Hahnenklee am Ufer entlang. Dabei stellt man fest, dass sich diese ziemlich weit zieht und immer schmaler wird. Sieht man das Schilf im Teich, befindet man sich schon fast am Kranicher Graben, der zum Kranicher Wasserlauf gehört. Eine entsprechende Dennert-Tanne (Tafel 6) ist der Anhaltspunkt gewesen, um wiedermal rechts abzubiegen und Richtung Bockswiese zu gehen. Nach einer weiteren Info-Tafel zum Naturkreislauf mit seinen Nahrungsstoffen befand sich schon die Straße nach Hahnenklee. Diese wurde dann überquert, um nach einem kurzen Abschnitt von Mischwald eine Douglastanne zu finden, die atypisch für den Oberharz ist. Auffällig war die andere Form und die imposante Größe dieses Nadelbaums.
Nach wenigen Minuten war Bockswiese erreicht. Ein paar 100 m weiter, die Pochwerkstraße hinunter und schon befanden sich mein Podi und ich am Ausgangspunkt – dem Kleinen Kurpark.

Moos im Oberharz.
Wer Moos mag und gerne fotografiert, dem wird die Wanderung ebenfalls gut gefallen.
Eine Infotafel des Harz Klubs zur Natur in den Wäldern bei Hahnenklee und Bockswiese.
Auf der Strecke findet man viele Infotafeln des Harz Klubs, die interessante Sachverhalte rund um den Wald und die Natur anschaulich beschreiben.
Bild eines Sturmschadens im Wald im Oberharz.
Ein umgestürter Baum sollte uns von der Wanderung zum Kuttelbacher Teich nicht aufhalten.
Bild des Kuttelbacher Teiches am Abend.
Der Kuttelbacher Teich am frühen Abend.
Gerenne am Wanderweg beim Kuttelbacher Graben nahe dem Kuttelbacher Teich und Waldseebad.
Typisch Oberharz: Die Station „Gerenne“ an einer ruhigen Stelle im Wald.
Bild der Station Gerenne am Kuttelbacher Graben mit entspannendem Geplätscher vom Wasser.
Besonders schön war die Station „Gerenne“ mit einem entspannenden Plätschern des Wassers.
Ausschilderung Wanderweg im Oberharz bei Hahnenklee-Bockswiese.
Wie üblich für den Harz sind auch in der Region um Hahnenklee-Bockswiese die Wanderwege sehr gut gekennzeichnet. An jeder Kreuzung oder Abzweigung findet man entsprechende Schilder.
Dennert-Tanne am Kuttelbacher Graben bei Hahnenklee-Bockswiese.
Auf der Wanderung zum Kuttelbacher Teich trifft man auf zahlreiche Dennert-Tannen.
Wanderweg im Oberharz beim Goslarer Stadtteil Hahnenklee-Bockswiese.
Viel Steigung hat die Wanderung nicht. Man kann sie schon als „leicht“ bezeichnen.
Bild des Kranischer Grabens bei Hahnenklee.
Hat man den Kranicher Graben erreicht, so befindet man sich schon fast in Hahnenklee und kann von dort aus einfach weiterwandern.

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Lisa
<p>Harz- und naturbegeistert, Faible für Fotografie im Allgemeinen und Vintage-Linsen im Speziellen. Hunde ♥ Bäume ♥ Wälder ♥ Wiesen ♥ Teiche ♥ Natur</p>

Comments

29. Mai 2016
[…] Bisher habe ich um den Harz immer einen großen Bogen gemacht. Ja, warum eigentlich? Wenn ich  durch Lisas vielseitigen Harzblog stöbere, besteht da gar kein Grund zu. Eine schöne Wanderung mit Hund durch den geheimnisvollen Wald findet ihr hier. […]

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