Die Eckertalsperre in Bad Harzburg und der Radauwasserfall – ein Revisit

Die Eckertalsperre in Bad Harzburg und der Radauwasserfall – ein Revisit
Der Blick auf den vernebelten Brocken von der Eckertalsperre aus.

Der Weg zum Eckerstausee – rauschende Bäche und trüber Himmel

Langzeitbelichtung Harz mit fließendem Wasser bei Bad Harzburg.
Nicht immer ist so viel Wasser in den Gewässern wie gegen Ende des Frühjahrs. Rund um die Eckerstalsperre bei Bad Harzburg rauschte es Ende März ordentlich.

[Text enthält Ortsangaben sowie Markennennung – Werbung, unentgeltlich] Abgelegen von der Bundesstraße und nicht so unmittelbar vom Verkehrslärm berührt wie die Innerstetalsperre oder die Okertalsperre, liegt der Eckerstausee und ist einer meiner liebsten Ziele: Von allen Talsperren im Harz rangiert die Eckertalsperre neben der Zillierbachtalsperre ganz vorne. Die Abgeschiedenheit und die vielen Fotomöglichkeiten gefallen mir sehr gut, denn Bilder vom Oderteich gibt es z.B. auf Instagram immer und überall zu sehen. Je nach Wolken und Lichtstimmung wirkt die Eckertalsperre immer völlig anders, wie man in einem früheren Beitrag zum Eckerstausee sieht. An dem Wochenende, an dem Sarah von @wolfsfrei_fotografie und ich uns aufmachten, war der Himmel trüb und entsprechend sind die Bilder ein wenig moody geworden. Ende März 2019 waren die Talsperren im Harz jedoch alle sehr gut mit Wasser gefüllt, was auch für die Flussläufe gilt: perfekte Bedingungen für Wasserfotografie aller Art! Eine passende Gelegenheit, die Sony Alpha 7II auszuführen und zu sehen, ob sich in der Landschafts- und Naturfotografie mehr Möglichkeiten eröffnen. Für Lost Places ist ein Vollformatsensor natürlich ohnehin vorteilhaft, die oft schlechten Lichtbedingungen stellen das APS-C-Format auf die Probe. Der geschwungene Wanderweg zur Eckertalsperre nahe dem Lohnbach und Radau bot uns zwar keine Sonnenstrahlen im Wald, aber immer mal wieder rauschendes Wasser und vermooste Bäume.

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Nebelverhüllter Blick auf den Brocken

Rund um die Eckertalsperre ist der Wald abwechslungsreich mit Laubmischwald, Birken sowie vermoosten Baumexemplaren.
Entlang der Wege zur Eckertalsperre stehen die unterschiedlichsten Bäume: Neben Nadelwald ist immer wieder Laubmischwald mit viel Moos zu entdecken.

Der wolkenverhangene Himmel vernebelte den Blick auf den Brocken ganz deutlich, was wir aber sehr schön fanden. An der

Staumauer selbst, am ehemaligen Grenzstein, wirkte das Wasser der Eckertalsperre im Übrigen komplett schwarz. Viele Fische kommen mit dem doch sehr sauren Wasser des Staussees, welches einen pH-Wert von nur 4,6 aufweist, nicht gut klar. Vom Ufer aus an der Luchsbank, ganz in der Nähe der Stempelstelle 1, hat man einen perfekten Blick auf die Wasseroberfläche und auf den Brocken. Kein Wunder, dass die Eckertalsperre im Harz so beliebt ist. Samstagsvormittags muss man mit vielen Besuchern rechnen, aber erfreulicherweise lag sehr wenig Müll im Wald herum ─ ein Umstand, der in anderen Harzorten wie Hahnenklee langsam zu einem handfesten Problem wird.

Der Radauwasserfall ist ein Touristenmagnet

Langzeitbelichtung vom Radauwasserwall in Bad Harzburg.
Sieht noch herbstlich aus, der Raudauwasserfall, obwohl wir Ende März dort waren. An den Wochenenden ist er immer sehr belagert und für Langzeitbelichtungen fährt man am besten sehr früh hin.

Und wenn man schon einmal dort ist, dann ist ein Besuch des Raudauwasserfalls ein Muss. Zwischen zahlreichen Touristen kamen wir uns auch wie welche vor. Die guten Spots direkt am Radauwasserfall waren natürlich schon belegt: Wie wirklich jeder Wasserfall im Harz ist auch der Radauwasserfall immer gut besucht. Wer dort in Ruhe mit Stativ, Filtern und gegebenfalls mehreren Objektiven fotografieren möchte, sollte unter der Woche in der Früh hin und natürlich nicht Samstagmittag. So richtig hat der Frühling auch Ende März im Harz noch nicht eingesetzt und das Herbstlaub von 2018 lag noch halbwegs dekorativ auf den Steinen. Der Bildstabilisator bewährte sich auch am Radauwasserfall sehr, da Belichtungszeiten von 1/10 Sekunde aus der Hand selbst mit dem Kitobjektiv unkompliziert möglich sind. Auf die Kombination des Helios 44-2 mit der Sony freue ich mich besonders, für die Landschaftsfotografie ist das aber eher nichts.

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Lisa
Unterwegs im Harz zu Lost Places, in der Natur und vor allem mit Hund.

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